Einen bedeutenden Schritt in Richtung Erwachsenwerden machten die Zehntklässler der Realschule Höchstadt. In der festlich geschmückten Aula nahmen sie ihre Abschlusszeugnisse in Empfang.

„ERH“ lautete das Motto der Absolventinnen und Absolventen . Doch nicht allein ihren Landkreis hatten sie dabei im Sinn, sondern vor allem auch den freudigen Ausruf „Endlich raus hier!“, wie Schulleiter Markus Ott schmunzelnd verkündete. „Die große Freiheit beginnt“, so bezeichnete Ott diesen Moment im Leben, in dem sich einem jungen Menschen so zahlreiche verschiedene Möglichkeiten bieten, sein weiteres Leben zu gestalten.

Schonraum Schule

Die Festlichkeiten anlässlich dieses wichtigen neuen Lebensabschnitts eröffnete Konrektor Thomas Röhlich mit seiner Begrüßung der Schulabgänger und ihrer Angehörigen. Anschließend gaben Landrat Alexander Tritthart , der sich in einer Videobotschaft an die Festgemeinschaft wendete, und die Elternbeiratsvorsitzenden Julia Lochner und Sonja Rittmaier den jungen Erwachsenen herzliche, ermutigende und zukunftsweisende Worte mit auf den Weg.

Die Absolventen Franziska Brehm und Vincent Fitze drückten ebenfalls ihre Freude über den erreichten Meilenstein sowie ihre Wehmut angesichts all der lieb gewonnen Gewohnheiten im Schulleben, die sie nun hinter sich lassen müssen, aus. Charmant und kurzweilig führte die Lehrkraft Anna Sperber durch das Programm.

„Man belohnt seinen Lehrer schlecht, wenn man immer sein Schüler bleibt.“ Mit diesem Zitat von Friedrich Nietzsche hob Ott hervor, wie wichtig es für die Absolventinnen und Absolventen sei, den „Schonraum Schule“ schließlich auch verlassen und ins „wirkliche Leben“ starten zu können. „Unsere Schule hat versucht, euch das Rüstzeug für dieses Leben mitzugeben: Die Schule, unsere Schule, will euch nicht nur ermöglichen, ein Rädchen im Getriebe der Gesellschaft zu werden, sondern auch einen eigenen, individuellen Weg der Selbsterfüllung zu finden.“

Die Besten haben 1,09

Von den 132 Absolventinnen und Absolventen , so Ott, erreichten 130 die Mittlere Reife. Als Jahrgangsbeste wurden Lukas Dotterweich und Fabian Maier mit einem Durchschnitt von 1,09 geehrt. Franziska Brehm folgte ihnen mit einem Durchschnitt von 1,17.

Nahezu alle Schüler haben feste Pläne und beginnen eine Ausbildung, besuchen eine weiterführende Schule, nehmen an einem Berufsvorbereitungsjahr teil oder absolvieren ein Freiwilliges Soziales Jahr.

Abschließend bekundete Ott sein Verständnis für den Wunsch der jungen Menschen, hinaus ins wirkliche Leben zu gehen, und für ihre große Freude angesichts dieses Schrittes. Er betonte zudem, wie wichtig es sei, für Neues offen zu sein: „Nur wer zum Wandel bereit ist und seinen Kompass immer wieder neu ausrichtet, kommt im Leben voran.“

Ebenso gaben die Lehrer den Absolventinnen und Absolventen mit ihrer Darbietung des Songs „Always look on the bright side of life“ von Eric Idle einen sowohl wegweisenden wie auch auf amüsante Weise inszenierten Rat mit in ihre Zukunft. Musikalisch umrahmt wurde die Festveranstaltung außerdem durch den furiosen Auftritt der Percussiongruppe der Realschule sowie durch die Lehrkraft Andrea Horner-Schmid am Klavier. Sie bereitete den Schulabgängern mit von ihnen gewünschten Musikstücken aus „Star Wars“, die sie sich eigens gewünscht hatten, eine weitere Freude. red