Auch in diesem Jahr hat die Erntekrone ihren Platz im Chorraum der Herzogenauracher Stadtpfarrkirche Sankt Maria Magdalena . Mesner Georg Wluka hatte diese aus den vier wichtigsten Getreidearten , aus Weizen , Roggen , Hafer und Gerste , zusammengestellt.

Grundnahrungsmittel

Zur Herstellung von Brot , das jahrhundertelang das Grundnahrungsmittel für die Bevölkerung darstellte, werden vor allem Weizen und Roggen verwendet. Daher sticht mitten unter den Erntegaben auf dem Hochaltar ein großer Brotlaib hervor, der aus diesen Getreidearten hergestellt wird. Weitere Erntegaben, die auch in den Hausgärten wachsen, Salat und Gemüse , finden sich auf den Altären platziert. Das Gemüse für den Erntedankgottesdienst holt Mesner Georg Wluka in jedem Jahr im Knoblauchsland bei Nürnberg von dem landwirtschaftlichen Betrieb der Familie Peter Schobert aus Almoshof. Bedingt durch Hochzeiten konnte er die Erntegaben indes erst kurz vor dem Sonntag auf die Altäre legen.

Es wird auf jeden Fall immer ein buntes Bild abgeben, wenn orangefarbene Kürbisse mit grünem Salat, Kraut und Kohl in den Farben Blau, Grün und Weiß miteinander konkurrieren. Äpfel, Birnen und Trauben sorgen für die Farbtupfer.

Gute Erträge bedeuteten für die Vorfahren Sicherheit für das kommende Jahr. Auch das Gebet des Priesters bei der Gabenbereitung am Altar, „Du schenkst uns das Brot , die Frucht der Erde und der menschlichen Arbeit“, soll daran erinnern.

Aktion zur Ernte

Bei strahlendem Sonnenschein fand dann am ersten Wochenende im Oktober die Aktion „Ernte-Teilen“ der Pfarrei Sankt Maria Magdalena in Herzogenaurach statt.

Der Partnerschaftskreis Tembladera und die Initiatoren vom Sachausschuss „Eine Welt“ des Seelsorgebereichs hatten Landwirte, Gärtner und Geschäftsleute zu Lebensmittelspenden mobilisieren können. Der Erlös der gespendeten Lebensmittel sowie die Barspenden fließen in soziale, ökologische und pastorale Projekte der peruanischen Partner und Freunde in Tembladera, Apalin und Bambamarca. Denn auch in Peru hat die Bevölkerung durch Corona, Armut und Arbeitslosigkeit große Probleme, wie zu erfahren war.

Am Samstagvormittag war der Stand auf dem Marktplatz in Herzogenaurach vor dem alten Rathaus aufgebaut. Die Interessenten hatten die Möglichkeit, sich mit regionalen Lebensmitteln aus Herzogenauracher Eigenproduktion einzudecken. Dort waren Kartoffeln, Kürbisse, Äpfel, Birnen, Zwetschgen, Weintrauben, Blumen und weitere Köstlichkeiten aufgebaut und konnten von den Kunden erworben werden.

Selbst gemachte Marmeladen, Käse und Wurstwaren von der Metzgerei Schonath waren ebenfalls im Sortiment zu finden. Blumen stammten von der Gärtnerei Gauch. Das Brot hatten die Aktiven von der Haundorfer Bäckerei Polster, von der Bäckerei Kreuzer in Hauptendorf, aber auch von den Bäckereien Greller und Erbel, dem Kalchreuther Beck, dem „Brothaus“, dem „Beck“ sowie der Familie Bucher zur Verfügung gestellt bekommen.

Für Bürger, die das Anliegen auch durch Spenden unterstützen wollen, ist bei der Stadt- und Kreissparkasse Erlangen-Höchstadt-Herzogenaurach ein Konto eingerichtet, bei dem Spenden eingezahlt werden können.