Pflanzliche Helfer zur Vorbeugung bei Corona : Das war das Thema beim Vortrag im Kräutergarten von Martin Bauer, zu dem Elke Puchtler und Tobias Niedenthal von der Forschergruppe Klostermedizin in Würzburg interessante Einblicke gaben.

Viren benötigen zur Vermehrung einen Wirt, den sie bei Mensch, Tier oder Pflanze finden können. Da Coronaviren sehr kurzlebig sind, ist eine gute Hygiene ganz wichtig. Die körpereigenen Abwehrkräfte zu stärken, vor allem die Eintrittspforten in unseren Körper wie die Schleimhäute von Nase, Mund und Rachen, aber auch die Magen- und Darmschleimhaut, ist dabei von großer Bedeutung.

Und in diesen Bereichen kann man sich auch vorbeugend schützen. Ein Nasenspray aus Rotalgen legt einen Schutzfilm auf die Nasenschleimhaut. Die Rachenschleimhaut kann man durch Spülen mit einer Myrrhetinktur schützen. Aber auch durch Lutschen von Bonbons mit Inhaltsstoffen von der Zistrose, von Echinacea, Salbei , Thymian oder Pfefferminze . Inhalieren oder Gurgeln von Heilpflanzen wie Salbei und Thymian , aber auch Grüntee schützen und stärken Mund und Rachen. Es sind ätherische Öle, Phenole und Gerbstoffe, die hier wirksam werden.

Eine weitere Möglichkeit, die Schleimhäute zu stärken, ist die Einnahme von Sanddornfrucht-fleischöl mit Lavendelhonig. Vielversprechend ist die Apfelbeere (Aronia melandcarpa). Ein Kleinstrauch mit herben, schwarzen Früchten. Aktuelle wissenschaftliche Studien belegen eine große Wirkung bei Grippeviren und bei den aktuellen Coronaviren. Die Wirkung der Aronia beruht auf ihrem Gehalt an Gerbstoffen, Flavonoiden, Folsäure, Vitamin A, B2, C und K. Man nimmt ihn als Saft zu sich, da frische Beeren durch ihren Gerbstoffgehalt sehr, sehr herb schmecken.

Wie stärke ich meine Magen- und Darmflora? Durch die Ernährung mit fermentierten Le-bensmitteln wie rohem Sauerkraut, durch Verwendung von Gemüse mit Senfölen oder schwefelhaltigen Ölen. Das sind zum Teil Lauchgewächse, Meerrettich, Knoblauch, Kapuzinerkresse , Radieschen und Rettich. Die antiinfektive Wirkung von Senfölen ist bereits länger bekannt und auch in verschiedenen wissenschaftlichen Studien nachgewiesen. Sie sind auch im Hinblick auf Corona eine große Hoffnung.

Unterstützen kann man den Verdauungsapparat auch durch Bitterstoffe, die man in Form ei-ner Tasse Tee zu sich nimmt. Hier sind vor allem Grüntee , Wermut, Schafgarbe und Salbei zu nennen – aber bitte ungesüßt.

Beginnen kann man jetzt damit, das Immunsystem für Herbst und Winter aufzubauen. Tipp: Gurgeln mit Aroniasaft als Schleimhautschutz – zweimal täglich ein Schnapsgläschen Bio-Aroniasaft schluckweise einnehmen, kräftig im Mund bewegen und gurgeln, anschließend schlucken. Durch die zusammenziehende Wirkung der Gerbstoffe sollte sich der Rachenraum danach ein wenig pelzig anfühlen. Das Gurgeln von Aroniasaft ist ein guter Schutzschirm für die Schleimhäute , die Viruslast in Hals und Rachen wird stark gehemmt. Wer einen Mangel an Magensäure hat oder Säurehemmer einnehmen muss, profitiert in besonderem Maße von diesem kleinen Ritual. red