Niemand hätte damals geahnt, dass die Johann Strauss Musiktage, die erstmals 1987 zum 100. Ehejubiläum in Coburg durchgeführt worden sind, sich über einen so langen Zeitraum im Kulturangebot in der Stadt Coburg halten würden. Ermuntert durch die erfreuliche Resonanz im Jahr 2015 wagt auch in diesem Jahr die Deutsche Johann-Strauss-Gesellschaft, die Musiktage erneut in Coburg abzuhalten. Vom 10. bis 13. Mai werden wieder interessante Vorträge, außergewöhnliche Konzerterlebnisse und freundschaftliche Begegnungen in Coburg stattfinden, heißt es in einer Pressemitteilung.


Wiener Charme

Am Freitag, 11. Mai, findet im Riesensaal von Schloss Ehrenburg ein Konzert mit einem besonderen Hörerlebnis statt. Das Blechbläser-Quintett Coburg gibt sich die Ehre. Bei den "Coburger Blechbläsern" handelt es sich um begnadete Instrumentalisten, die den Zuhörern ein lebendiges Hörvergnügen und "Blasmusik in aller Differenziertheit" bieten. Das Ensemble instrumentiert musikalisch tiefgründig und besticht durch exzellente Technik. Es liefert somit einen Beweis für seine außergewöhnliche Klasse. Die Musiker überraschen das Publikum mit unbändiger Freude am Musizieren, spielen kraftvoll und dabei frisch und leicht. Ein Höhepunkt des gehaltvollen Programms bildet sicherlich das Konzert des "Alt-Wiener-Strauss-Ensembles" aus Stuttgart. Im Festsaal des Kongresshauses Rosengarten werden am Samstag, 12. Mai, die Zuhörer ein Konzert voller Wiener Charme und Virtuosität erleben. Die stets glänzend aufgelegten Musiker begeistern mit Walzerklängen, Polkas bis hin zu zauberhaften Melodien jeder Art, dazu tragen die Sopranistin Victoria Kunze und der Tenor Juan Pablo Marin - beide Staatsoperette Stuttgart - bei. Das Ensemble ist dem Coburger Publikum seit 1987 bestens bekannt. Inspirierte Musiker mit ihrem glänzend aufgelegten Moderator Peter Gorges - dazu eine informative und humorvolle Moderation - versprechen einen genussreichen Konzertabend mit viel Charme und Esprit.
In der Matinee am Sonntag, 13. Mai, ist das Bamberger Streichquartett im Riesensaal von Schloss Ehrenburg zu erleben. Mittlerweile hat sich das Quartett einen hervorragenden Namen in der Kulturszene "erspielt", der weit über regionale Grenzen hinaus reicht. Die Klangschönheit des Quartetts, seine intensive Gestaltung, die stilistische Sorgfalt und das hohe technische Niveau zeichnen dieses Ensemble aus. Die "Bamberger" musizieren äußerst präzise und sind bestens aufeinander abgestimmt. Man erlebt höchste Streichkultur, höchste Subtilität und Phrasierung. Das Quartett zählt zweifellos zu den besten Orchesterquartetten Europas und wird in Coburg das Publikum unter dem Motto "Von der Wiener Klassik zum Wiener Walzer" begeistern. Durch das Konzert führt der Cellist Karl-Heinz Busch, der anschaulich und humorvoll Hintergründe der dargebotenen Werke preisgeben sowie über das Leben und Schaffen der Komponisten berichten wird. red