"Unsere Freizeit für die Sicherheit unserer Stadt" heißt das Motto bei der Freiwilligen Feuerwehr Herzogenaurach, und bei einem Feuerwehraktionstag konnten sich die großen und kleinen Besucher vom Leistungsstand der freiwilligen Feuerwehr überzeugen. Feuerwehrtechnik zum Anfassen wurde den Besuchern beim Tag der offenen Tür rund um die Feuerwache an der Industriestraße geboten, und die Feuerwehrleute demonstrierten eindrucksvoll, wie Menschen gerettet werden. Dazu passend stellte das Bayerische Rote Kreuz seine Rettungsdienstgeräte und Rettungsfahrzeuge vor, darunter auch das Intensivtrans-portfahrzeug.
Auch die Polizei war vor Ort und informierte über Verkehrssicherheit und insbesondere über Betrüger, die mit Tricks und Telefonanrufen versuchen, den Leuten Geld und Wertgegenstände abzuluchsen. Polizeihauptkommissar Wilhelm Wölfel wies darauf hin, dass sich die Polizei niemals telefonisch über Geld oder Wertgegenstände erkundigen würde und vor allem Senioren am Telefon Fremden gegenüber keine Auskünfte über private oder finanzielle Angelegenheiten geben sollten. "Die Betrüger werden immer raffinierter und suchen sich aus Telefonbüchern gezielt Nummern raus, hinter denen ältere Menschen vermutet werden. Gespräch abbrechen und einfach auflegen", gab Wölfel den Rat.
Mit der Resonanz konnten Kommandant Rainer Weber und seine Mannschaft am Sonntag, der mit einem Gottesdienst und einer Totenehrung in der Feuerwache begann, zufrieden sein. Zahlreiche Besucher füllten den Hof der Feuerwache, um sich die teils spektakulären Vorführungen anzusehen und es sich gut gehen zu lassen bei Essen und Trinken. Nach dem Mittagessen gab es ein Standkonzert des Spielmannszuges, der ebenso um Nachwuchs warb wie die Feuerwehr für das 150. Jubiläum.


Infos für Waldbesitzer

Dass der Nachwuchs bereits vom "Feuerwehrvirus" infiziert wurde, demonstrierte die Bambini-Gruppe gleich sichtlich stolz beim Löscheinsatz nach dem Sirenenalarm. Bei den nächsten Aktionen stand die Rettung von Menschen mit Sprungpolster und Leitern sowie weiteren Rettungsgeräten im Mittelpunkt. So geriet ein "Fensterputzer" in Gefahr und musste mittels einer Absturzsicherung zu Boden gebracht und dem Rettungsdienst übergeben werden. Vor allem für Waldbesitzer war das Schneiden eines Baumstammes unter Spannung interessant, denn insbesondere bei Sturmschäden liegen die Baumstämme kreuz und quer und es kommt dabei immer wieder zu schweren Unfällen. Mit einer Puppe wurde demonstriert, welche Kraft beim Durchsägen eines Baumstammes frei wird, wenn er unter Spannung steht. Ein Höhepunkt für Kinder war der Einsatz der verschiedenen Strahlrohre und der Wasserwerfer. Natürlich durften auch die Klassiker wie Rettung aus einem Pkw und das Löschen eines brennenden Autos nicht fehlen.
Über das große Engagement seiner Feuerwehrleute war Kommandant Rainer Weber voll des Lobes, hatten sie doch viel Freizeit für den Aktionstag geopfert. Weber hofft, dass die eine oder andere spektakuläre Aktion zum Nachdenken angeregt und zu mehr Vorsicht Anlass gegeben hat. Weil die Feuerwehr immer Nachwuchs sucht, wünscht er sich zudem, dass der eine oder andere der vielen jugendlichen Gäste vielleicht sogar Mitglied in der Jugendfeuerwehr wird.