Eine in Effeltrich ortsansässige Baumschule hat in der Gemeinde Hetzles eine wasserrechtliche Erlaubnis zur Grundwasserentnahme in Honings beantragt. Bürgermeister Michael Bayer (BBH) und der Gemeinderat finden, dass es sinnvoll und fair gewesen wäre, erst miteinander zu reden. Die Antragsteller haben jedoch erst den Brunnen gebaut und stellen jetzt im Nachgang den Antrag auf wasserrechtliche Erlaubnis.

In einem Schreiben an die Gemeinde wird nachträglich mitgeteilt, dass man auf trockenheitsresistente Gehölze umbauen wolle und hierfür die Bewässerung benötige. Der Bürgermeister teilte mit, dass vom Landratsamt Forchheim ein Gutachten durch einen Geologen in Auftrag gegeben wurde, das dem Amt noch nicht vorliege. Es liegen aber schriftliche Bedenken von Anwohnern aus Honings der Verwaltung vor.

Nach Auffassung der Genehmigungsbehörde ist eine schädliche Gewässerveränderung nicht zu erwarten, womit die wasserrechtliche Erlaubnis erteilt werden könne. Dies sehen die Räte allerdings anders. Was passiert, so die Frage der Räte, wenn die Baumschule noch weiteren Grund pachtet oder kauft? Reichen die beantragten 900 Kubikmeter Grundwasser dann aus? Die Landwirte haben große Bedenken sowie die Befürchtung, dass es negative Auswirkungen auf die Natur hat.

Auch die bayerische Staatsregierung, berichtete Bürgermeister Bayer, weise darauf hin, dass langfristig die Trinkwasserversorgung durch die Gemeinden gesichert werden soll. Da der Brunnen in einer Tiefe von 61 Metern Wasser fördert, halten die Räte dies für bedenklich, da tiefe Bohrungen das Grundwasservorkommen schädigen könnten. Nach dem Landesentwicklungsprogramm Bayern sei Tiefengrundwasser für Notfälle zur Versorgung der Bevölkerung besonders zu schonen, so der Bürgermeister.

In ihrem einstimmigen Beschluss erhebt die Gemeinde Hetzles als Wasserversorger Bedenken hinsichtlich der geplanten Wasserentnahme und bittet das Landratsamt, keinen Genehmigungsbescheid zu erteilen.