Am Sonntag versammelten sich die Zeyerner und Oberrodacher Gemeinden, um einige Gemeindemitglieder für besondere Dienste zu ehren. Bereits zu Beginn des Gottesdienstes bekundete Kaplan Florian Will, dass wir an dem Tag in die Kirche gekommen seien, um zu feiern, dass wir berufen sind, in der Kirche zu helfen. Jeder Dienst sei wertvoll, ob von außen sichtbar oder nicht. In seiner Predigt stellte er die Frage, was denn die Kirche brauche - unter anderem insbesondere eben auch das Engagement von Menschen, egal ob Lektor, Mesner, Kommunionhelfer, Kerzenbastler oder Gläubige, die mitfeiern und mitbeten. Jeder wünsche sich eine Kirche, die ein hörendes Herz habe, weil das Herz mehr verstehe als die Ohren. Durch das Engagement werde die Kirche Stück für Stück lebendig gemacht.

Offenes Ohr

In Zeyern wurde Pfarrsekretärin Veronika Felsecker für 25 Jahre Dienstzeit im Pfarrbüro geehrt. Kaplan Florian Will und Pfarrgemeinderatsvorsitzender Thomas Erhardt lobten ihre Arbeit und sprachen ihren Dank aus. Oft gehe ihre Arbeit über die Tätigkeit im Pfarrbüro hinaus und Veronika Felsecker habe immer ein gutes Wort übrig und ein offenes Ohr für alle Anliegen.

Als Anerkennung wurde ihr die Ehrenurkunde des Freistaates Bayern überreicht, ein Präsentkorb und Blumen. Im Zuge der Umstrukturierung im Seelsorgebereich und den damit verbundenen Änderungen im Verwaltungsbereich hatte Veronika Felsecker einmal scherzhaft geäußert, dass sie auch in einem "mobilen Pfarrbüro" arbeiten würde, solange man ihr einen Bauwagen zu Verfügung stelle. Daher hatte es sich der Pfarrgemeinderat nicht nehmen lassen, eine Torte in Form eines Bauwagens zu organisieren, was die Pfarrsekretärin zum Schmunzeln brachte. Auch die Kerzenbastelgruppe bedankte sich bei der Pfarrsekretärin für ihre Mithilfe beim alljährlichen Verkauf der Kerzen mit einem Blumenstock.

Für ihren langjährigen und wichtigen Dienst als Kommunionhelfer wurden Hubert Bähr für 40 Jahre und Mesnerin Marga Erhardt für 20 Jahre geehrt. Kaplan Florian Will überreichte die Ehrenurkunden und sogleich auch die Verlängerungsurkunden. Diese ehrenvolle Aufgabe wollen beide Helfer gerne fortführen. Mit dem Reichen des Leibes Christi erfüllen sie einen Grunddienst der Christen, ihren Gott zu den Menschen zu bringen.

Kerzenbastelgruppe

Auch bereits seit 25 Jahren werden in der Pfarrei St. Leonhard Zeyern alljährlich Osterkerzen gebastelt von der Kerzenbastelgruppe. Elisabeth Zapf, Gabi Riedel, Gisela Eberth, Adelgunde Rucker, Paula Schnell, Irmgard Jungbauer und Beate Kotschenreuther bringen durch ihr Engagement jedes Jahr neu Licht in die Häuser der Menschen, so dankte der Kaplan.

Die große Kerze der Pfarrkirche wird gestaltet und kleine Kerzen mit demselben Motiv werden in der Pfarrei zum Kauf angeboten. Vom Erlös aus der Kerzenaktion wird jedes Jahr die große Osterkerze der Pfarrkirche gestiftet; auch wurde schon zu vielen Projekten der Pfarrei finanziell beigetragen.

Allen Jubilaren wurden als Zeichen der Wertschätzung vom Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Thomas Erhardt und Kirchenpfleger Stefan Fößel Blumengrüße und Präsente überreicht. Vom Seelsorgebereich Kronach überbrachte die Verwaltungsleitung Marie-Therese Wunder die Glückwünsche im Auftrag des leitenden Pfarrers, Domkapitular Thomas Teuchgräber. Musikalisch wurde der Gottesdienst in Zeyern von Stefan Schnappauf am Keyboard und Katja Wich an der Gitarre umrahmt.

Auch in der Pfarrei Heilig Kreuz Oberrodach wurden Ehrungen durchgeführt. Gabi Alka ist seit 30 Jahren und Mesnerin Marga Hammer seit 20 Jahren als Kommunionhelferin im Einsatz. Pfarrgemeinderatsvorsitzender Thomas Erhardt bedankte sich bei beiden für ihr langjähriges Engagement und überreichte Blumen. Klaus Pezold von der Kirchenverwaltung Oberrodach wusste ihren Einsatz mit einem Präsentkorb zu würdigen. Kaplan Florian Will überreichte die Ehrenurkunden sowie auch die Verlängerungsurkunden.

Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie sei das Gottesdienstfeiern unter erhöhten Hygieneauflagen und mit Festlegung eines Sitzplanes zeit- und arbeitsaufwendig. Große Unterstützung erfährt Gabi Alka in Oberrodach von Familie Ruhs, die von Beginn an mitgeplant und angepackt hat. Auch Petra Witurka unterstützt, wo sie kann. Darum galt auch ihnen ein herzliches Dankeschön und ein Präsent. Unter Beachtung der Hygiene- und Abstandsregeln wurden zwei Gottesdienste gefeiert, die den Gläubigen viel Grund zur Freude gaben.