"Ein Heiligenstadter Urgestein wird heute 70 Jahre alt", sagte Bürgermeister Helmut Krämer (Einigkeit/CSU) und gratulierte dem Zweiten Bürgermeister Hans Göller (SPD) am Mittwoch zu seinem runden Geburtstag.

Außerdem überreichte er dem Jubilar eine Urkunde in einem goldenen Bilderrahmen und spielte dabei auf den bekannten Spruch von Hans Göller an, der bei Jubiläen immer äußert: "Heiligenstadt ist eine arme Gemeinde und muss sparen. Deshalb gibt es nur Urkunden und keinen Rahmen."

Göller ist nicht nur kommunalpolitisch sehr engagiert, sondern auch im Sportclub Heiligenstadt. Dort leitet er seit 1986 die Tennisabteilung und fördert die Jugendarbeit. Seit 20 Jahren ist er zudem der Heiligenstadter Nikolaus auf dem Weihnachtsmarkt. Im Fränkische-Schweiz-Verein, Ortsgruppe Heiligenstadt, war er auch Theaterspieler.

Als Zweiter Bürgermeister traf er immer wieder auf den jetzigen CSU-Landtagsabgeordneten Holger Dremel, der ebenfalls gekommen war, um Hans Göller zu gratulieren. "Er engagiert sich wirklich sehr und ist sehr sympathisch. Da musste ich einfach kommen", meinte Dremel. Außerdem sind beide Träger des "Goldenen Schneck", einer besonderen Auszeichnung des Faschingsvereins "Die Heiligen Stadtschnecken". Göller hatte im vergangenen Jahr die Laudatio auf Dremel gehalten.

Zum Gratulieren war auch Dritter Bürgermeister Johannes Harrer gekommen. Das wiederum nahm Geschäftsleiter Rüdiger Schmidt zum Anlass, um sich zu beschweren: "Ihr beide wolltet mir doch Golfspielen beibringen!"

Schwere Entscheidung

Doch auch Schmidt bedankte sich bei Hans Göller; besonders dafür, dass er die Verwaltung immer unterstützt, wenn er den Bürgermeister vertreten muss. "Wenn du das Amt innehast, dann fahren wir runter. Wenn der Bürgermeister wieder aus dem Urlaub kommt, geht es wieder rauf", meinte Schmidt und überreichte Göller eine mehrseitige Entscheidungsvorlage aus dem Marktgemeinderat. Hans Göller hatte vor Jahren während Krämers Urlaub eine Sitzung geleitet, in der beschlossen worden war, einen anderen Weg bezüglich der Windräder zu gehen. In dieser Sitzung wurde das Begehren der Bürger anerkannt und somit deren Wunsch entgegengekommen, dass keine Windräder aufgestellt werden sollten. "Das war für dich damals eine schwere Entscheidung, deshalb habe ich dir das Protokoll als Erinnerung mitgebracht", meinte Schmidt.

Unterstützt wird Hans Göller von seiner Ehefrau Sieglinde, die sich im Hintergrund hielt, sich aber über die vielen guten Wünsche für ihren Mann und das Ständchen der Musiker von "Franken-Mix" freute.