Das Kirchweihfest wird an diesem Wochenende in Kraisdorf gefeiert, wie jedes Jahr am zweiten Sonntag im Oktober – so ist es Tradition. Nach einem Jahr „Sendepause“ wird fast wieder das volle Programm aufgefahren, und die Wettervorhersagen stimmen zuversichtlich auf ein sonniges Kirchweihwochenende ein.

Am Sonntag, 10. Oktober, feiern die Christen in der Dorfkirche, die dem heiligen Altarsakrament geweiht ist, um 9 Uhr den Kirchweihgottesdienst. Um 14 Uhr geht es nach einer Andacht in den nahen Friedhof zur Gräbersegnung.

Jüngste müssen zurückstecken

Für die Kinder allerdings gibt es heuer keinen Kirchweihrummel mit Autoscooter, Schiffschaukel und den vielen Buden. Wie Bürgermeister Markus Oppelt sagt, fehlten dem Schausteller die Angestellten, weil sie sich während der Corona-Lockdowns eine andere Arbeitsstelle gesucht hätten.

Dafür geht es am Samstag rund, wenn die Feuerwehr und der Feuerwehrverein zum traditionellen Hahnenschlag auf dem Bolzplatz bei der alten Schule einladen. Um 14 Uhr steigt das Spektakel, bei dem in einem abgesteckten Areal die zuvor ausgelosten Teilnehmer mit verbundenen Augen und mit maximal drei Schlägen mittels eines Dreschflegels eine Dose treffen müssen.

Hat ein Teilnehmer mit zwei Schlägen die Dose nicht getroffen, wird ihm vom Zeremonienmeister „Zielwasser“ eingeflößt. Dann ist der dritte Versuch vielleicht doch noch ein Treffer. Die Blasmusik Kraisdorf umrahmt das Treiben musikalisch.

Im Gasthaus Bühler, dem einzigen Gasthaus im Dorf, wird an allen Tagen bis Montag den Gästen eine umfangreiche Kirchweihkarte geboten und Essen kredenzt. Der heuer eröffnete Biergarten bleibt allerdings geschlossen, verkündete Chefin Michaela Betz gegenüber unserer Zeitung.

Am Montag dann zieht in altbewährter Manier die Blasmusik Kraisdorf durch das Dorf und spielt Ständchen. In den 51 Jahren seit Bestehen der Kapelle ist diese Tradition nur ein- oder zweimal wegen schlechten Wetters unterbrochen worden, erinnern sich die älteren Musikanten. alc