Die starken Regenfälle im Frühjahr und Sommer waren für den Gemeindewald in Maroldsweisach Fluch und Segen zugleich. Dies wurde beim Waldbegang bekannt. Ein Segen war er für die jungen Pflanzen, während die Altbäume im Wurzelwerk so geschädigt seien, dass der Regen nichts mehr nutzte, sagte Forstdirektor Jürgen Hahn vom AELF (Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten).

Ein Fluch war er jedoch zum Teil für die Waldwege. Denn weil der Wald die großen Regenmengen nicht auffangen konnte, wurden Wege teilweise weggespült. Bei Eckartshausen verursachte der Starkregen an einem Weg 30 000 Euro Schaden , sagte Bürgermeister Wolfram Thein . Kurzzeitig drohte der Ortsteil Wasmuthhausen überschwemmt zu werden. Das Ziel sei deshalb, das Wasser im Wald zu halten.

Revierförster Wolfgang Meiners setzt sich seit langem für das Regenrückhaltebecken „Himmelsee“ ein. Im „Oberstreitholz“ bei Wasmuthhausen sind drei weitere Becken geplant, denen gezielt Regenwasser zugeführt werden soll. Die Marktgemeinde betreibe dort naturnahe Forstwirtschaft mit minimalem Einsatz von Maschinen, sagten Hahn und Meiners.

Forstwirt Thomas Birklein aus Bramberg erklärte den Anwesenden, wie schwierig es oft gewesen sei, die richtigen Entscheidungen zu treffen. „Heute kann ich kaum noch das anwenden, was ich im Jahr 1983 als Forstwirt gelernt habe“, sagte er. Ein Problem stellt weiterhin der Borkenkäfer dar. Die Forstleute zeigten sich mit den staatlichen Förderungen zufrieden, die die Verluste abdecken würden. Auf der knapp fünf Hektar großen Waldfläche „Oberstreitholz“ wurden 300 Festmeter Holz entnommen. Meiners erläuterte, dass dieses Waldstück gut erschlossen sei. Durch den Waldumbau mit neun verschiedenen Mischbaumarten habe ein stabiler Wald erhalten werden können. Hahn kritisierte die ausufernde Bürokratie . msch