Einen Antrag auf Erweiterung des Fördergebietes zur Dorferneuerung in Neubrunn stellte der Gemeinderat Kirchlauter bei seiner Sitzung im Oskar-Kandler-Zentrum an das Amt für ländliche Entwicklung. Damit verbunden ist die Förderung von Kleinstunternehmen – im konkreten Fall einer Bäckerei .

Bürgermeister Karl-Heinz Kandler ( SPD ) informierte darüber, dass die Bäckerei Hofmann ihren Laden umgestalten wolle und die Gemeinde eine Förderung aus dem Regionalbudget der Gemeindeallianz „Lebenregion plus“ ins Auge gefasst hatte. Dies sei aber nicht möglich gewesen.

Nach dem bayerischen Dorfentwicklungsprogramm könnten nicht nur umfassende, sondern auch sogenannte einfache Dorferneuerungen ohne Bodenordnung realisiert werden. Mit ihnen sollen hauptsächlich zentrale Bereiche in Dörfern gestalterisch verbessert und für das Gemeinschaftsleben aufgewertet oder leer gefallene ortsbildprägende Gebäude saniert und neuen Nutzungen zugeführt werden.

Voraussetzung für eine Förderung ist, dass das Vorhaben im Fördergebiet einer Dorferneuerung liegt. Es sei lediglich ein Antrag der Gemeinde erforderlich, die Gemeinde sei aber nicht Träger der Maßnahme, sagte Kandler.

Mit ihrem Antrag auf Erweiterung des Fördergebietes befürwortet die Gemeinde lediglich das Vorhaben des Kleinstunternehmens, bei dem es sich um die örtliche Bäckerei handelt, die laut Kandler hoffentlich noch lange für Backwaren am Ort sorgt. Dem stimmte das Gremium auch einmütig zu.

Globalberechnung

Mit dem Anschluss der Kanalisation des Gemeindeteils Pettstadt nach Kirchlauter soll es nach den Worten des Bürgermeisters nach Pfingsten losgehen. Aufgrund des Beschlusses, auf eine Sanierung der Kleinkläranlage in Pettstadt zu verzichten und dafür den Ort an die Kanalisation in Kirchlauter anzuschließen, sei aber eine Globalberechnung erforderlich, mit der die satzungsmäßige Erhebung von Beiträgen nachgewiesen werde. Grundgedanke sei dabei, dass alle gegenwärtigen und künftigen Benutzer der öffentlichen Einrichtung gleichermaßen zur Finanzierung beizutragen haben.

Hierzu würden die beitragspflichtigen Flächen in Pettstadt neu vermessen, denn ohne diese Maßnahme würden eventuell die übrigen Grundstückseigentümer die Beitragsausfälle für nicht erfasste Flächen mitfinanzieren. Dazu wurde die Kommunalberatung Schulte/Röder mit der Erstellung der Globalberechnung mit einem Kostenaufwand in Höhe von 5000 Euro und der neuen Satzung für 1800 Euro beauftragt, während Aufmessung und Bestandserfassung in Stundensätzen abgerechnet werden.

Bürgermeister Kandler trug den Wunsch von Einwohnern auf Ausweisung einer Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 Stundenkilometer im Baugebiete „Leite“ in Kirchlauter vor. Da der Bereich innerhalb einer geschlossenen Ortschaft liegt und als reines Wohngebiet ausgewiesen ist, könne hier ein Tempo-30-Zone von der Gemeinde angeordnet werden, erläuterte er. Die Verwaltung wurde deswegen beauftragt, die Anordnung umzusetzen und die Beschilderung durch den Bauhof Kirchlauter aufstellen zu lassen.

Anschaffungen

Im Rahmen des Regionalbudgets der „Lebensregion plus“ werden Kleinprojekte mit einer Summe von bis zu 10 000 Euro gefördert. Der Obst- und Gartenbauverein Neubrunn hatte dazu vorgeschlagen, für das Umfeld des Kneippbeckens in Neubrunn Outdoorfitnessgeräte für Erwachsene mit einer Kostensumme von 7500 Euro anzuschaffen. Das wurde gebilligt. Ebenso wurde der Kauf von Tischen und Stühlen sowie eines Kickerspieltisches für den Jugendraum in Neubrunn in die Förderung eingebracht, die sich auf 80 Prozent beläuft. Die restlichen 20 Prozent übernimmt die Gemeinde.

Für die Finanzplanung der Gemeinde wurden die Feuerwehren Kirchlauter , Neubrunn und Pettstadt aufgefordert, eine Aufstellung aller benötigten Artikel für das Jahr 2021 vorzulegen. Die Kosten für die benötigten Ausrüstungsgegenstände belaufen sich auf insgesamt 13 000 Euro; sie wurden vom Gremium genehmigt.

Schließlich erließ das Ratsgremium eine neue Verordnung über die Reinhaltung und Reinigung der öffentlichen Straßen und die Sicherung der Gehbahnen im Winter.

Bürgermeister Kandler informierte über zahlreiche Planungen und Maßnahmen. Beim Radweg und dem Ausbau der Staatsstraße Hasenmühle-Kirchlauter sei alles noch in der Schwebe, ebenso für den Radweg von Goggelgereuth über Salmsdorf in den Baunachgrund. Für ein aktuelles Förderprogramm und eine Abwicklung bis 2023 sei es wahrscheinlich schon zu spät. Er hofft trotzdem, dass der Radweg Wirklichkeit wird.

Für die Sanierung der „Oberen Wirtschaft“ in Neubrunn seien die Arbeiten weitgehend abgeschlossen und dafür bisher 650 000 Euro ausgegeben worden. Das Areal sei dann top und ein Schmuckstück für die ganze Gemeinde Kirchlauter .

Diskussionen gab es um die Planung einer Pumptrack-Anlage in Kirchlauter . Mit Hilfe einer Bauvoranfrage sollen die Machbarkeit und mögliche Auflagen abgeklärt werden. Notfalls müsste man auch Ausweichplätze in die Überlegung einbeziehen, hieß es.