Auch wenn durch die Lockerungen der vergangenen Tage ein wenig Normalität zurückgekehrt ist, appelliert Sabine Dittmar ( SPD ) an die Bürger in ihrem Wahlkreis weiter Vorsicht walten zu lassen. Corona sei noch lange nicht besiegt.

Geschäfte wieder offen, die meisten Schüler zurück in den Klassenzimmern, Sport in Gruppen wieder möglich - die seit einer knappen Woche geltenden neuen Regelungen vermitteln ein Stück weit Rückkehr in die Normalität, so die Bundestagsabgeordnete.

Trügerisches Bild

Doch dies sei ein Bild, das ein wenig in die Irre führe. "Die derzeitige Ruhe und das Gefühl , dass der Alltag durch Lockerungen in greifbare Nähe rückt, sind trügerisch", macht Dittmar klar. Die Infektionszahlen steigen wieder deutlich an. Die verschiedenen Virusvarianten erhöhen das Infektionsrisiko und sorgen dafür, dass das Infektionsgeschehen zunehmend diffuser wird. "Wir müssen von einem exponentiellen Wachstum ausgehen."

Die SPD-Abgeordnete aus Maßbach: "Wir alle haben genug von Corona und den Einschränkungen." Dennoch müsse man jetzt besonders vorsichtig und achtsam sein. "Es gilt, die Kontakte weiterhin zu reduzieren und dem Virus so wenig Angriffsfläche wie möglich zu bieten. Wir dürfen jetzt nicht leichtsinnig werden."

Die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagfraktion fordert zudem Bund und Länder auf, bei Impfungen und Tests "jetzt endlich den Turbo einzulegen". Die Einbeziehung der Haus- und Fachärzte müsse zügig erfolgen. "Sie werden den entscheidenden Unterschied machen im Kampf gegen Corona ."

Die niedergelassenen Ärzte , so Dittmar, kennen ihre Patienten und können problemlos die Personen der entsprechenden Priorisierungsstufen herausfiltern und impfen.

"Wir müssen impfen, impfen, impfen und flächendeckend testen", nennt die ausgebildete Ärztin den, ihrer Meinung nach, einzig gangbaren Weg, um die Pandemie in den Griff zu bekommen. red