Bei einer Ortseinsicht in Bramberg informierte sich der Bauausschuss des Stadtrates Ebern über den Baufortschritt an der ehemaligen Schule. Vor Ort beschrieb Architekt Jürgen Bergmann die bisher vorgenommenen Umbaumaßnahmen. Aus der alten Schule wird ein Haus für die Dorfgemeinschaft, betrieben von der Feuerwehr , mit einigen Wohnungen .

Bürgermeister Jürgen Henneman ( SPD ) teilte im künftigen Veranstaltungsraum des alten Schulgebäudes den Mitgliedern des Bauausschusses mit: "Die Bürger von Bramberg haben, als wir vor einiger Zeit hier waren, einen zusätzlichen Eingang gefordert. Jetzt ist hier schon eine Tür drinnen, so dass man vom Versammlungsraum direkt ins Freie kann."

In diesem Haus seien alle Vorschläge, die eingebracht wurden, bestmöglich umgesetzt worden, versicherte der Bürgermeister . Allerdings hätten sich einige Verzögerungen ergeben.

Neu sei, dass auf dem Blechdach eine Photovoltaikanlage installiert wird, was mit dem Verein "Sonnenenergie" zusammen realisiert werde. "Wir bekommen dann sogar eine kleine Pacht, und es ist auch hier eine Beteiligung der Bürger möglich", sagte der Bürgermeister .

Architekt Jürgen Bergmann erläuterte, dass die neue Tür eingebaut wurde und außen eine Rampe angebracht werde, um barrierefrei das Gebäude betreten und verlassen zu können.

Der Gastank sei entsprechend den Vorschriften aufgestellt worden. "Ich meine, dass wir in dieser Woche mit den Installationen weitgehend fertig werden", sagte Bergmann.

Es sei ein Problem infolge Schimmel hinter Tapeten an den Wänden aufgetaucht. "Das verzögert alles etwas, ist ein Mehraufwand, aber keine Riesengeschichte", sagte der Architekt.

Die Heizung sei fertiggestellt und laufe bereits. Nun werden nach seiner Darstellung der Trockenbau und der Innenputz angegangen. Außen seien Schäden an der Holzverschalung vorhanden, die behoben werden. Ein Neuanstrich sei geplant.

Etwa im März solle die Photovoltaikanlage aufs Dach, und im Juni sei mit der Fertigstellung des Umbaus zu rechnen.

Die Kosten waren laut Bergmann mit 442 000 Euro veranschlagt und lägen trotz zusätzlicher Investitionen für die Beseitigung des Schimmels aktuell bei 422 000 Euro, sagte der Architekt. "Damit bleiben wir im Rahmen dessen, was im Genehmigungsbeschluss steht, und im Frühsommer wird der Betrieb aufgenommen werden können", kündigte Hennemann an.

Auf einen "Lapsus" machte Stadtrat Klaus Schineller (Grüne) hinsichtlich der Dacheindeckung aufmerksam. Hier räumte Hennemann ein, dass bei der Ausschreibung ein Fehler passiert sei. Wenn die Photovoltaikanlage drauf ist, werde man sehen, wie sich die weiße Farbe des Daches macht; eventuell müsse man einige Stellen nachstreichen", sagte er.

Der Stadtrat Markus Fausten ( CSU ) bemängelte, dass die "Einleibungen" der Fenster mit fast 8000 Euro zu teuer seien. Er zog hier einen Vergleich zu dem Einbau eigener Fenster.

In der Frauengrundhalle wurde die Sitzung fortgesetzt. Dort stellte der Bürgermeister Standorte für die "Schwalbenersatzwohnungen" vor, die nötig werden, weil Schwalbennester am ehemaligen Gasthof "Post" infolge des Abrisses und des Neubaus der Landesbaudirektion Bayern weichen müssen. Ersatznester sind den Angaben zufolge vorgesehen an der Rückseite der Firma Elektro-Dietz; ferner sind geplant: eine Schwalbenwand am Friedhof, eine am Gehsteig (Westseite) des Gasthofes "Post" zur Bahnhofsstraße hin sowie ein Schwalbenturm an der Eiswiese. Das seien Standorte in der sogenannten Haupteinflugschneise. Hierzu soll es laut Jürgen Hennemann noch eine Mitteilung des Staatlichen Bauamtes (Schweinfurt) geben.