Der August ist nicht der Gartenmonat, in dem die meiste Arbeit anfällt, dennoch gibt es einiges zu tun. So trafen sich vor kurzem die Eberner Gartenfreunde mit dem Gartenexperten Edgar Brohm in einem Garten, um einiges über die im Sommer anfallenden Arbeiten an Obstgehölzen zu hören. Immer häufiger werden Gehölze auch im Sommer geschnitten. Meist geschieht das im Juli oder August, ergänzend zu den Schnitt- und Formierungsarbeiten im Winter. Bei Sauerkirschen , Pfirsichen und Aprikosen kann der Winterschnitt sogar vollständig entfallen, wenn im Sommer richtig und ausreichend geschnitten wird.

Erster Arbeitsschritt ist eine genaue Analyse der Krone. Man unterscheidet zwischen Trieben, die für den Aufbau notwendig sind, und denen, die entfallen können, und drittens die Triebe, die zum Beispiel Konkurrenztriebe sind und entfernt werden müssen.

Der Sommerschnitt bremst das vegetative Wachstum, die Äste und Zweige, die am Baum bleiben, werden gekräftigt und vitalisiert. Und weil die Krone lockerer wird, fällt mehr Licht in ihr Inneres. Das ist zum einen für die heurigen Früchte, aber auch für die Früchte im nächsten Jahr von Vorteil: Die Fruchtknospen werden bereits in diesem Jahr gebildet.

Edgar Brohm machte deutlich: „Die naturnahe und nachhaltige Bewirtschaftung eines Gartens liegt mir am Herzen.“ Die Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins Ebern erhielten viele Tipps zur Bekämpfung von Schädlingen und Krankheiten. So erfuhren sie zum Beispiel, wie eine Stärkung der Pflanzen durch Schachtelhalmsud oder Brenneseljauche funktioniert. Bei einem kleinen Gartenrundgang wurden noch die einen oder anderen Tipps zu Auswahl und richtigem Standort verschiedener Pflanzen gegeben. Ein reger Meinungsaustausch schloss die gelungene Veranstaltung ab.

Hochkreuz mit Wildrosenrahmen

Einige Mitglieder des Vorstands des Obst- und Gartenbauvereins Ebern haben das Umfeld des Steinkreuzes in Klein-Nürnberg, gegenüber der Aral-Tankstelle, aufgewertet: Mit den zwei dort vorhandenen Strauchrosen und mit der Pflanze des Jahres 2021 des Kreisverbandes für Gartenbau- und Landespflege Haßberge, der Wildrose, wurde ein neuer Rahmen für das Steinkreuz geschaffen, teilt der Verein mit und hofft auf ein schönes Blütenbild in den Sommern und einen Hagebuttenreichtum im Herbst und Winter. red