Kürzlich hatte der Landtagsabgeordnete und CSU-Kreisvorsitzende Steffen Vogel mitgeteilt, dass der Freistaat Bayern den Bayerischen Staatsforsten 110 000 Euro zum Bau einer Aussichtsplattform auf der Burgruine Bramberg zur Verfügung stellen werde, um den Naturpark Haßberge und die Ruine aufzuwerten. Wie die Vorsitzende des CSU-Ortsverbands Neubrunn/ Kirchlauter , Lilo Stubenrauch , in einer Pressemitteilung betont, freut sie sich mit den Mitgliedern des Ortsverbandes, dass im Haßbergkreis ein neuer Aussichtsturm errichtet werden soll. Grundsätzlich sei nichts gegen den Bau auf der Ruine in Bramberg einzuwenden, jedoch ist nach Ansicht von Stubenrauch zu überlegen, stattdessen einen Turm auf dem Stachelberg bei Pettstadt zu errichten. Deshalb hat die Ortsvorsitzende zusammen mit dem langjährigen Zweiten Bürgermeister der Gemeinde Kirchlauter , Heinz Stretz, um einen Gesprächstermin bei Steffen Vogel gebeten, um diesen davon zu begeistern, anstelle des Turms auf der Ruine besser einen solchen Turm auf dem "Stachel" zu errichten.

Treffen in Haßfurt

Das Treffen fand laut Lilo Stubenrauch nun unter Einhaltung der Corona-Regeln im Abgeordnetenbüro in Haßfurt statt. Wie Heinz Stretz erläuterte, gab es bis in die 1960er Jahre einen Turm auf dem "Stachel", von dem man weit ins Maintal und bis nach Kloster Banz blicken konnte. Auch habe der langjährige Bürgermeister Peter Kirchner für eine Wiedererrichtung des Turmes gekämpft, jedoch sei dies am Widerstand der Staatsforsten gescheitert, schilderte Stretz und beschrieb weitere Bemühungen in diese Richtung in den Folgejahren.

Lilo Stubenrauch verwies darauf, dass ein Turm auf dem "Stachel" direkt am neuen Genusserlebnisweg liegen würde und dessen Attraktivität deutlich steigern würde. Auch sei in Kirchlauter , Pettstadt und Neubrunn eine gute gastronomische Versorgung von Wanderern sichergestellt. Nach ihrer Ansicht würde ein Turm auf dem "Stachel" den sanften Tourismus in den Haßbergen fördern.

Weiteres Glanzlicht

Die Ruine Bramberg sei jetzt schon ein interessantes Ausflugsziel . Mit dem Turm auf dem "Stachel" bekäme man eine zusätzliches Highlight in den Haßbergen, so Stubenrauch.

Steffen Vogel zeigte sich laut Pressemitteilung des Ortsverbandes grundsätzlich offen für das Anliegen der beiden Kommunalpolitiker, verwies aber darauf, dass eine Vielzahl von Fragen geklärt werden müsse. So stehe die Frage im Raum, ob aus naturschutzrechtlichen Gründen überhaupt auf dem "Stachel" ein Turm errichtet werden dürfe, da dort die Verordnung des Naturparks Haßberge und andere naturschutzrechtliche Vorschriften griffen. Auch hätten bisher die Staatsforsten dem Anliegen sehr reserviert gegenübergestanden.

Problematisch sei auch, so Steffen Vogel , dass derzeit kein Parkplatz zur Verfügung stünde und dieser erst errichtet werden müsste, was wiederum Kosten verursachen würde, die der Freistaat nicht tragen könne. Auch müsste geprüft werden, so der Abgeordnete, ob ein sicherer Fußweg zum "Stachel" führt, da man eine Verkehrssicherungspflicht gegenüber den Gästen habe.

Vogel sicherte zu, dass er die offenen Fragen mit den zuständigen Behörden prüfen werde, um zu erfahren, ob ein Bau überhaupt realisiert werden kann. Zudem dürfe nicht der Eindruck entstehen, als wolle man den Brambergern etwas wegnehmen. "Uns muss es darum gehen, wie man bestmöglich die Attraktivität im Naturpark Haßberge steigern kann", sagte Steffen Vogel abschließend. red