Die Kanalsanierung im Umfeld der Nikolausgasse war ein Thema in der Sitzung des Gemeinderats. Hugo Barthel vom Ingenieurbüro ProTerra stellte dem Gremium Alternativen zur bisherigen Planung vor.

Der Kanal entwässert derzeit den Kirchweg als öffentlicher Kanal auf Privatgrund Richtung Pfarrgasse. Anstatt den teilweise unter Gebäuden verlaufenden Kanal lediglich zu erneuern, wäre es möglich, ihn zu entflechten, wodurch die Gebäude im nördlichen Kirchweg mit einem eigenen Hausanschluss versehen werden könnten. Die Abwässer der restlichen Gebäude entlang des Kirchwegs würden in Richtung Süden zur Hauptstraße geleitet und dann entlang der Hauptstraße an die Nikolausgasse angebunden.

Der Vorteil dieser Teilung bestünde aus einer Reduktion der öffentlichen Kanalisation auf Privatgrund, wodurch bei Schäden und Wartungsarbeiten möglichst wenige Fremdgrundstücke beziehungsweise lediglich private Hausanschlüsse betroffen wären.

Das Ingenieurbüro ProTerra berechnete für eine vorherige Variante, die im vergangenen Jahr im Gemeinderat vorgestellt wurde, Kosten in Höhe von 1 878 700 Euro ohne Baunebenkosten. Für die Variante über die Hauptstraße wurden Kosten von 1 955 000 Euro ermittelt.

Durch die Erneuerung des nördlichen Hauptstraßenkanals und die spätere Kompletterneuerung der Staatsstraße fänden allerdings unnötigerweise zweimal umfassende Bauarbeiten in diesem Bereich statt. Der Gemeinderat beschloss deshalb eine Zwischenlösung, die rund 1,6 Millionen Euro kosten soll. Hiernach wird die Pfarrgasse und Nikolausgasse saniert, wobei lediglich die beiden Hausanschlüsse im nördlichen Kirchweg vorbereitet und die weiteren Arbeiten erst mit der Komplettinstandsetzung der Hauptstraße ausgeführt werden.

Neue Spielgeräte

Weiterhin wurde ein Antrag von Paul Hümmer behandelt, der die Anschaffung von Spielgeräten und Möbeln im Rahmen des Regionalbudgets der Interkommunalen Allianz "Lebensregion plus" für den Altmain-Spielplatz vorsieht. Mit dem Regionalbudget können Kleinprojekte, die die Ziele der "Lebensregion plus" verfolgen und in deren Gebiet liegen, mit Gesamtkosten bis zu 20 000 Euro mit bis zu 80 Prozent gefördert werden, wobei die maximale Fördersumme bei 10 000 Euro liegt. Der Gemeinderat beschloss eine Beteiligung an den nicht förderfähigen Kosten in Höhe von 10 000 Euro.

Ein anderer Antrag der SPD-Fraktion auf Errichtung eines inklusiven Bewegungsparkes mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten wurde in den Bauausschuss verwiesen.