Auf ein bewegtes Leben blickt das goldene Jubelpaar Gundi und Richard Schmidt in Effeltrich zurück. Richard Schmidt prägte 18 Jahre lang bis 2014 als Bürgermeister maßgeblich die Geschicke des Ortes.
Er gehörte zudem zwei Perioden für die Freien Wähler dem Kreistag in Forchheim an. Die Jubilarin kommt aus dem "Unterdorf", er aus dem "Oberdorf" in Effeltrich, was eine Brisanz trotz des kleinen dörflichen Raumes bedeutete. Vom Sehen kannte Richard seine spätere Liebe. Letztlich kam man sich auf der Dachstadter Kerwa näher.
Richard Schmidt war 20, als sie sich das Jawort gaben. Noch nicht volljährig damals, und daher benötigten sie einen Vormund. Die weitere Zukunft war geprägt vom abwechslungsreichen Dorfleben in Effeltrich. Der Jubilar stand im Ort immer bereit, wenn Hilfe gefragt war, sagt seine Frau. Er gehörte, außer zum Frauenbund, zu allen Vereinen im Ort. Der FFW diente er als stellvertretender Kommandant und 30 Jahre als Vorsitzender, 35 Jahre gab er das Kommando beim Aufstellen des Kerwasbaumes. Ein stolzes Modell auf dem Schrank zeugt von der Wertschätzung der Effeltricher Kerwasburschen. "Er ist eben ein Pfundskerl, dem man vertraut, mit einer starken Frau im Hintergrund", sagt Bürgermeisterin Kathrin Heimann (DEL) bei ihrer Gratulation.
Mitgestalten beim Martinsfest, Nikolaus oder Osterbrunnen, es gab viele Möglichkeiten, sich einzubringen. "Jetzt bin ich immer noch Hausfrau und er ist Rentner", lacht Gundi. Sie liebt ihre Gartenarbeit, Richard mit Herzblut seine Ranch. Drei Kinder, fünf Enkelkinder und ein Urenkel finden sich in der Familie. Es galt, an diesem Jubeltag viele Hände von Freunden und Nachbarn zu schütteln. Der Musikverein Effeltrich brachte dem Paar ein Ehrenständchen mit den besten Wünschen dar.