"Das ist jetzt ein wichtiges Signal, dass es auch in Corona-Zeiten weitergehen kann. Darüber bin ich froh. Auch wenn während der Bauarbeiten die Zeit hart wird", meinte Anette Mohnlein, Schulleiterin der Grund- und Mittelschule Ebermannstadt, denn der Schulverbandsausschuss hatte einstimmig für die Sanierung der Grund- und Mittelschule gestimmt.

Zu Beginn der Schulverbandsversammlung hatte Ebermannstadts Bürgermeisterin Christiane Meyer (NLE) kurz eine Zusammenfassung des Sachstands gegeben: "Im Januar 2018 ging es los." Damals hatte sich der Schulverband Ebermannstadt für die Teilnahme am Kommunalinvestitionsprogramm zur Verbesserung der Schulinfrastruktur (KIP-S) beworben. Die Raumakustik in den Klassenräumen der Grund- und Mittelschule sollte verbessert, in der Aula sollte eine Induktionsschleifenanlage eingebaut, moderne LED-Leuchten sollten in den Klassenzimmern angebracht und der Hubboden im Hallenbad erneuert werden.

Dafür erarbeitete das Ingenieurbüro Basic ein Gutachten, das die Verwaltung einreichte. Im Juli 2018 stellte die Regierung von Oberfranken eine Förderung in Aussicht. Nun musste die Stadt einen vollständigen Antrag mit Planungen und Konzepten einreichen. "Für die Gesamtmaßnahme hatte man 822 000 Euro geschätzt. Jetzt waren aber etwa 1,27 Millionen Euro berechnet worden", berichtete Christiane Meyer.

Der nächste Schritt war dann gewesen, Einsparungspotential zu finden. Die Kosten für die Beleuchtung konnten von etwa 480 000 Euro auf 310 000 Euro gesenkt werden. In der Sitzung stellte Sascha Müller vom Planungsbüro Hölzlein das Konzept für die Sanierung der Beleuchtung vor.

Die veralteten Leuchtkörper sollen gegen energieeffiziente, moderne LED-Leuchten ausgetauscht werden. Dadurch wird 35 Prozent mehr Energie eingespart, und die Leuchtkraft um 20 Prozent erhöht.

In der Aula soll es eine störungsfreie Audiosignalübertragung für Menschen mit Beeinträchtigung des Gehörs geben. Das könnte über den Einbau einer Induktionsschleife - Signale werden an das Hörgerät geschickt - gehen oder über Audio-Streaming, einer Signalübertragung ans Smartphone. Die Baumaßnahmen würden mit der Schulleitung abgestimmt und könnten Dezember 2021 fertig sein.

Udo Freitag vom Planungsbüro Eis stellte vor, wie man den Schallschutz in der Schule verbessern könnte. "Das ist gut, denn Lärm macht krank", bestätigte Anette Mohnlein.

Freitag erklärte, dass das Schwimmbad von der Firma saniert werde, die es gebaut und über die Jahre gewartet habe. Auch hier könnte alles bis Ende 2021 fertig sein.

Kämmerer Wolfgang Krippel erläuterte, dass sich die Gesamtkosten für Hubboden, LED-Umrüstung, Induktionsschleife und Schallschutz auf 1,2 Millionen Euro belaufen. Er erklärte, dass unterschiedliche Gewerke über verschiedene Förderprogramme abgerechnet werden können.

Abrechnungstechnische Gründe

Deshalb wird in einem ersten Bauabschnitt nur ein Teil des Schallschutzes abgerechnet. Die Kosten hier betragen dann 822 000 Euro und werden von KIP-S zu 90 Prozent gefördert. Die restlichen Kosten für Schallschutz in Höhe von 317 000 Euro werden in einem zweiten Bauabschnitt abgerechnet und vom Bayerischen Finanzausgleichsgesetz zu 70 Prozent gefördert.

So würden für den Schulverband Ebermannstadt knapp 200 000 Euro von den etwa 1,2 Millionen Euro Gesamtkosten verbleiben.