Für den in der vorangegangenen Sitzung zurückgestellten Bauantrag "Geländeabgrabung und Geländeaufschüttung" im Anschluss an das Gewerbegebiet "Hegnabrunn-Süd" hat der Gemeinderat nun bei einer Gegenstimme doch grünes Licht gegeben. Das Architekturbüro A + I aus Neudrossenfeld hatte dazu auch neue Planunterlagen vorgelegt.

Aus baurechtlicher Sicht meldete nur Martin Kaiser (FW) Bedenken an, so dass auch für den Bauantrag das gemeindliche Einvernehmen erteilt wurde. Das Gremium hielt es für notwendig, dass die Nachbargrundstücke auch nach der Auffüllung landwirtschaftlich bewirtschaftet werden können und die Böschung daher flacher gestaltet wird als geplant. Insgesamt geht es um eine Fläche von rund 13 000 Quadratmetern.

Alfred Faßold (SPD) wies darauf hin, dass die Funktion des geplanten Regenrückhaltebeckens jederzeit sichergestellt sein muss. "Dem Laubenbach darf kein weiteres Oberflächenwasser zugeleitet werden."

Die Diakoneo Neuendettelsau plant an der Austraße einen weiteren Neubau mit 24 Wohneinheiten für Menschen mit Behinderung. Wie Bürgermeister Alexander Wunderlich (CSU) berichtete, ist der Bau eines zweigeschossigen, barrierefrei zugänglichen Wohnhauses mit Terrassen, Garten und einer Stellplatzanlage vorgesehen. Für den Antrag auf Vorbescheid stellte das Gremium gemeindliche Einvernehmen in Aussicht. "Das weitere Bauvorhaben der Diakoneo ist auch ein Zeichen, dass sich die Menschen mit Behinderung bei uns wohlfühlen", sagte Gernot Kintzel (CSU).

Für die Baumaßnahme ist die Verlängerung des Mischwasserkanals um 70 Meter in Richtung FC-Sportheim notwendig, die Entwässerung auf dem Grundstück erfolgt im Trennsystem. Zur Ableitung des Niederschlagswassers muss voraussichtlich ein Rückhalt eingebaut werden.

Keine Einwände hatte das Gremium gegen den Antrag auf Vorbescheid für den Neubau eines Einfamilienhauses in Holzbauweise mit Doppelgarage, Garten- und Gewächshaus im Ortsteil See. "Wir freuen uns, dass junge Leute im Dorf bleiben", betonte Christoph Jurkat (FW).

Vergeben wurden die Arbeiten für die Erneuerung eines Mischwasserkanals im Rosenweg. Den Auftrag ging an die Firma AST Stübinger GmbH aus Kulmbach zum Angebotspreis von 386 289 Euro. Mit den Arbeiten soll am 25. Mai begonnen werden, das Bauende ist auf den 30. September festgelegt.

Der Auftrag für die Straßenbeleuchtung im Gewerbegebiet "Wirsberger Straße I" ging an die Bayernwerk AG in Kulmbach. Die Kosten einschließlich Erdkabel bezifferte der Bürgermeister auf 14 104 Euro.

Wie Wunderlich weiter berichtete, bietet sich der Gemeinde und den beteiligten Grundstückseigentümern die Chance, die Flurneuordnungsverfahren "Neuenmarkt-Ost" mit 128 Hektar und "Schlömen" mit 65 Hektar zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen. Dazu gehöre auch die Radwegverbindung von Schlömen nach Himmelkron zur "Baille-Maille-Allee" und unter Umständen auch von Schlömen nach Trebgast. Alfred Faßold merkte an, dass die jetzige Verfahrensfläche für "Schlömen" ursprünglich größer ausgelegt war. Das soll nach dem Vorschlag von Bürgermeister Wunderlich mit dem Amt für Ländliche Entwicklung in Bamberg noch abgeklärt werden, bevor im Gemeinderat eine Beschlussfassung erfolgen wird.

Keine Notwendigkeit sah der Gemeinderat, dem Antrag von Martin Kaiser zu folgen, für die Baulücken in der Gemeinde Neuenmarkt eine aktivere Vermarktungsstrategie als bisher zu betreiben.

Auf Antrag von Gernot Kintzel soll geprüft werden, ob in der Austraße mit dem Einbau von Schikanen ein zu schnelles Fahren verhindert werden kann.

Container für die Krippe

Christopher Jurkat fragte nach, wann die Container für weitere Krippenplätze aufgestellt werden. Gernot Kintzel schlug vor, in einem Schreiben an die Kita-Leitung klar zum Ausdruck zu bringen, "dass es ganz sicher ist, dass die Kinder ab September 2021 einziehen können".

Verabschiedet hat der Gemeinderat am Montagabend auch den Haushalt 2021 (Bericht folgt morgen).