Vier Anfragen für den Betrieb eines Autokinos liegen dem Ordnungsamt in Coburg vor, "aber keine genauen Konzepte", wie Ordnungsamtsleiter Kai Holland erklärt. Die Konzepte würden in den nächsten Tagen bei den Interessenten abgefragt. Denn für eine Genehmigung "spielt es eine entscheidende Rolle in welchem Zeitraum, an welchem Ort - öffentlich oder privat -, mit welchen Hygienekonzept, mit oder ohne gastronomischen Betrieb ein Autokino angeboten werden soll". Während also laut Stadtverwaltung noch gar kein konkreter Antrag vorliegt oder gar genehmigt wurde, will die Fraktion der Grünen im Stadtrat sicherstellen, dass ein Ort tabu bleibt: der Schlossplatz. Dort "sähen wir deutlich lieber kreative Aktionen des benachbarten Landestheaters und anderer Initiativen - ohne zusätzlichen motorisierten Individualverkehr in der Innenstadt", schreibt Melanie Becker, stellvertretende Fraktionsvorsitzende. Ihrer Mitteilung nach sprechen sich auch Horst Graf, Leiter des Eigenbetrieb Coburg Marketing, und die ehemalige Stadträtin Franziska Bartl als Schlossplatz-Anwohnerin gegen eine solche Idee aus. "Lärmbelästigung, Wegfall von Erholungsgebiet und erhöhtes Verkehrsaufkommen sind sicherlich für keine Innenstadt zuträglich." Außerdem: Wer zu einem Autokino wolle, sei mobil und könne auch zu einer Veranstaltung außerhalb fahren. "Den Schlossplatz sehen wir als Ort für Kultur und Geschichte und befürworten hier eine für Einheimische und Besucher sinnstiftende Nutzung, wie in den letzten Jahren - natürlich unter Beachtung der Mindestabstände und hygienischer Standards." sb