Mit dem Siemens-Förderpreis sind zwei soziale Einrichtungen in der Metropolregion Nürnberg ausgezeichnet worden. Preisträger sind die Boxdorfer-Förderstätte in Nürnberg und die ambulant betreute Wohngemeinschaft in Oberasbach.

Damit würdigt die Siemens AG Institutionen und Initiativen, die sich in den Bereichen Bildung, Soziales und Kultur engagieren. Der Preis ist mit insgesamt 20 000 Euro dotiert und wird seit 2011 jährlich vergeben.

Die Boxdorfer-Förderstätte im Norden Nürnbergs bietet Menschen mit Behinderung Leistungen und Ausstattungen für ein möglichst selbstbestimmtes Leben an. In der Wohngemeinschaft Oberasbach erhalten Menschen mit Demenz ein betreutes Umfeld im familiären Kontext.

"Beide Einrichtungen stellen in vorbildlicher Weise die Selbstbestimmung der von ihnen betreuten Menschen in den Vordergrund", so Heinz Brenner, Leiter des Siemens-Regionalreferats Erlangen-Nürnberg, bei der Preisverleihung.

Das Behindertenzentrum Boxdorf biete Menschen mit Behinderung individuell ausgestattete Arbeitsplätze und Betreuung an, um ihnen eine Teilhabe an der Arbeitswelt und am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. In der Werkstatt nähmen die Betreuten nach ihren Möglichkeiten am Arbeitsprozess teil, würden fachgerecht ausgebildet und bei

Eignung in den allgemeinen Arbeitsmarkt vermittelt. "Die professionelle Betreuung und Ausstattung sowie die wertschätzende Atmosphäre in der Förderstätte haben uns tief beeindruckt", sagte Brenner. "Hier wird ein großer Beitrag zur Inklusion geleistet."

Die ambulant betreute Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz oder anderen gerontopsychiatrischen Erkrankungen in Oberasbach im Landkreis Fürth bietet laut Brenner eine Alternative zur herkömmlichen Betreuung und Versorgung an. Geschultes Pflegepersonal gebe den Bewohnern die Möglichkeit, in einem kleinen überschaubaren und familienähnlichen Umfeld mit einem hohen Maß an Selbstbestimmung und Selbstständigkeit, auch bei schwerer Pflege- und Hilfsbedürftigkeit, in Würde zu leben und zu sterben. "Uns begeistert an diesem Projekt, dass mit dieser Alters-WG eine weitestgehend natürliche Umgebung geschaffen wurde", lobte Brenner die Initiative. red