Mit Blaulicht und Martinshornklängen fuhr am Freitagabend ein Feuerwehrauto durch Burggrub. Die langsame Geschwindigkeit ließ schon darauf schließen, dass es sich bei dem heranfahrenden knallroten Feuerwehrauto nicht um einen ernsten Einsatz handelt. Vielmehr waren die Insassen die Führungsriege der Feuerwehr Burggrub, die mit den Alarmsignalen ihre Freude über einen neuen MTW vom Typ Ford Transit Custom bekunden wollten und das Eintreffen des Fahrzeugs und dessen Übergabe ankündigten.

Der Freudeneinsatz führte zum Feuerwehrhaus, dort wo sich einige aktive Floriansjünger mit Bürgern und den Ehrengästen, wie Bürgermeister Rainer Detsch, Pfarrer Michael Foltin und Dritten Bürgermeister Stefan Häfner, zum Empfang aufgestellt hatten. Mit Beifall wurde der knallrote, in der Sonne glitzernde MTW samt Besatzung empfangen.

Der Erste Kommandant Dirk Raupach sprach in seiner Begrüßung von einem außergewöhnlichen Ereignis für die Feuerwehr Burggrub. In ihrer über 125- jährigen Geschichte habe die Feuerwehr erstmals zwei Feuerwehrautos und auch die entsprechenden Stellplätze im Feuerwehrhaus.

Raupach informierte über die Beladung des MTW, der einiges an Sonderausstattung hat. Diese besteht aus Einsatzmittel zur Verkehrsabsicherung, Stromerzeuger, Beleuchtungssatz und Notfallrucksack. Großen Dank richtete der Kommandant an Dirk Schulz, mit dessen Firma Schulz Electronic man großartig zusammenarbeiten konnte und somit konnten einige individuelle Einbauten erfolgen. Hierzu zählte Raupach, neben der digitalen Funkausstattung, den ganzen Innenausbau wie Blaulicht, Martinshorn, Arbeitsscheinwerfer, weitere Beleuchtung für Geräteraum und Mannschaftsraum und die Bedienelemente dafür. Ebenfalls habe Schulz den Ausbau im Fahrzeug für die Geräteausstattung vorgenommen.

Raupach dankte der Gemeinde Stockheim für diese Anschaffung und der Regierung Oberfranken für die Vermittlung der finanziellen Förderung. Bürgermeister Rainer Detsch hob hervor, dass die Anforderungen an Feuerwehren immer größer und erwartungsvoller würden. "Deshalb brauchen die Wehren, neben ihrem persönlichen Engagement, auch eine moderne, funktionsfähige, technische Ausrüstung. Mit der Bereitstellung hochmoderner Technik für unsere Wehren schaffen wir die Voraussetzung für professionellen Schutz und Sicherheit unserer Bevölkerung, aber auch den Schutz unserer Aktiven bei ihren oft schwierigen Einsätzen. Gleichzeitig trägt ein neues Fahrzeug mit modernster Ausstattung dazu bei, die Motivation und Einsatzbereitschaft der jüngeren, der nächsten Generation von Wehrleuten zu erhöhen beziehungsweise auch neue junge Leute für den Dienst in der Feuerwehr zu gewinnen", sagte Detsch.

Das Gemeindeoberhaupt erörterte, dass zur Finanzierung der 50 000 Euro Investition der Freistaat Bayern einen Zuschuss von 13 100 Euro und der Feuerwehrverein 6290 Euro beisteuerten, so dass der Gemeindeanteil rund 30 638 Euro beträgt.

Der Vorsitzende des Feuerwehrvereins, Dirk Kreul, stellte eine Einweihungsfeier in Aussicht, sobald es die Umstände zuließen. Schon bei der Übergabe sprach Pfarrer Michael Foltin Glückwünsche aus und bat um Gottes Segen für alle Einsatzkräfte und stets unfallfreies Fahren für alle, die in diesem Fahrzeug zu Einsätzen eilen müssen.

Der Pfarrer erinnerte daran, dass schon in der Jahreshauptversammlung am 26. Januar der Einweihungstermin auf 24. Mai angekündigt wurde. Doch der Lockdown wegen der Corona-Pandemie legte alle Termine lahm, so muss die Einweihungsfeier auf unbestimmte Zeit verschoben werden. eh