Die Feuerwehr Hegnabrunn hatte im Corona-Jahr 2020 keine gesellschaftlichen Veranstaltungen für die Dorfgemeinschaft, aber insgesamt 18 Einsätze im Ernstfall, davon zehn Brandfälle und acht technische Hilfeleistungen. Vorsitzender Ralf Lauterbach dankte ebenso wie Kommandant Friedrich Auge der aktiven Mannschaft mit derzeit 34 Aktiven für die ständige Einsatzbereitschaft. Mit Rudi Hugel, Bernd Stich und Werner Wild standen drei Brandschützer zur Ehrung an, die stellvertretender Landrat Dieter Schaar für 40 Jahre aktiven Dienst mit dem Staatlichen Ehrenzeichen in Gold auszeichnete.

Kommandant Friedrich Auge verwies darauf, dass der aktiven Mannschaft auch vier Feuerwehranwärterinnen und fünf Nachwuchskräfte der Jugendfeuerwehr angehören. Atemschutzleiter Christian Hugel bedauerte, dass ein Atemschutzlehrgang im Feuerwehrzentrum Kulmbach kurzfristig abgesagt worden war. Der Feuerwehrverein ist trotz fehlender Einnahmen aus den gewohnten Veranstaltungen finanziell gut über die Runden gekommen.

Für Bürgermeister Alexander Wunderlich (CSU) war es sein erster offizieller Besuch bei der Feuerwehr Hegnabrunn: "Ich bin aber bei den Ernstfällen in der Regel immer dabei, nicht weil ich neugierig bin, sondern weil ich damit auch meine Verbundenheit zu den aktiven Kameraden und Kameradinnen dokumentieren will."

Der Bürgermeister sicherte der Hegnabrunner Wehr zu, dass der Gemeinderat immer ein offenes Ohr für die Belange der Ortswehren haben werde. Die Anschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeugs für die Hegnabrunner sei in der mittelfristigen Finanzplanung der Gemeinde Neuenmarkt berücksichtigt.

Stellvertretender Landrat Dieter Schaar (FW) betonte seine Kompetenz in Sachen Feuerwehren. Da er zwölf Jahre Bürgermeister in Neudrossenfeld gewesen sei mit damals zehn Feuerwehren im Gemeindegebiet, wisse er, "was unsere Feuerwehren zu leisten imstande sind und mit welchem Engagement und welcher Einsatzbereitschaft sie bereit sind, immer wieder für die Allgemeinheit da zu sein".

Die Feuerwehr Hegnabrunn wird in zwei Jahren 150 Jahre alt. Schaar dankte der Wehr für ihren Einsatz und auch die ständige Einsatzbereitschaft. Weiter berichtete der stellvertretende Landrat, dass der Landkreis Kulmbach über 114 freiwillige Feuerwehren verfüge, die 3401 Aktive stellen. Mit derzeit 473 Frauen nehme der Anteil an weiblichen Feuerwehrdienstleistenden weiter zu. Auch die Zahl der Kinder-feuerwehren mit derzeit 24 nannte Schaar beachtlich. Dabei sind 122 Mädchen und 178 Jungen.

Die Geehrten Bernd Stich und Werner Wild bezeichnete Schaar als Leistungsträger und Vorbilder für die Jugend in der Wehr. Kreisbrandrat Stefan Härtlein betonte, dass der Einsatzdienst stets gewährleistet war in den zurückliegenden eineinhalb Jahren, auch unter erschwerten Bedingungen. Rei