Die Klänge des Gitarren-Ensembles "Da Capo" begeisterten am Sonntag im Saal der Schule der Dorferneuerung in Klosterlangheim. Die Gruppe der VHS Lichtenfels unter der Leitung von Reinhard Arnold feierte ihr 20-jähriges Bestehen. Die sieben Musiker ließen die überwiegend älteren Zuhörer in Erinnerungen schwelgen. Bekannte Melodien aus Werken barocker und romantischer sowie zeitgenössischer Komponisten animierten zum fröhlichem Mitsummen.

Die Gitarristen aus dem Landkreis spielen seit 20 Jahren in fast konstanter Besetzung zusammen. Arnold als Leiter der Heinrich-Faber-Musikschule verstand es, mit viel Einfühlungsvermögen aus Individualisten eine harmonische Einheit zu bilden. Die Musiker treffen sich dienstags in der Herzog Otto Schule in Lichtenfels. Ihre Begeisterung am Musizieren ist ungebrochen.

Lockere Atmosphäre

"Das erste Konzert spielten wir in Schney", erinnerte sich Reinhard Arnold. Es folgten Auftritte in der ehemaligen Lichtenfelser Synagoge, in der Hankirche in Prächting, der katholischen Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria Immaculata, im Lichtenfelser Stadtschloss und in Klosterlangheim.

Mit kleinen Anekdoten über die Gruppe und die Beschreibung der dargebrachten Stücke ließ Arnold eine lockere Atmosphäre entstehen. Das Ensemble präsentierte vielfältige Songs, mal ruhig und berührend, dann wieder kraftvoller. Das Konzert lebte von der Einfachheit facettenreicher Saitenklänge.

Ein Menuett von Haydn bildete den Auftakt im ersten Teil, der den klassischen Werken vorbehalten war. Die Feuerwerksmusik von Händel oder das "Andante con moto" von Haydn zeigten, dass diese Klassiker nicht unbedingt mit Pauken und Trompeten gespielt werden müssen. Einem kleinen Fräulein aus Wien widmete Brahms das berühmteste Wiegenlied der Welt. "Guten Abend, gute Nacht" erklang es in den ehrwürdigen Mauern des barocken Konventbaus des ehemaligen Zisterzienserklosters.

Viel Applaus und eine Zugabe

Der zweite Teil gehörte den Volksliedern und zeitgenössischen Ohrwürmern. Die Ballade "O du lieber Augustin" wurde sprichwörtlich und zu einem geflügelten Wort. Ausführlich beleuchtete Arnold den Beatles-Hit "Let it be". Es sei ein Idiom und bedeute "Lass es geschehen". Paul McCartney zufolge habe ihm seine früh verstorbene Mutter Mary im Traum gesagt, dass alles gut werden würde. Die Titelmelodie des Thrillers "Der dritte Mann" beendete ein Konzert, das vor allen durch die Spielfreude seiner Interpreten begeisterte. Langanhaltender Applaus forderte eine Zugabe, die vom Ensemble mit der Melodie aus der Verfilmung des Kinderbuchs "Pippi Langstrumpf" gern gegeben wurde.