In der Gemeinde Oberreichenbach wird es in absehbarer Zeit keine öffentliche Ladesäule für Elektrofahrzeuge gegen. Der Beschlussvorschlag von Bürgermeister Klaus Hacker (FW) zur Errichtung einer E-Ladesäule wurde vom Gemeinderat mit neun gegen drei Stimmen abgelehnt.
In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates stellte Ralf Schwarz vom Netzbetreiber der Bayernwerk Netz AG das Vorhaben vor. In der Sitzung wies Schwarz auf das Förderprogramm der Bundesregierung hin, die das Ziel verfolgt, bis zum Jahr 2020 eine Million Elektroautos auf die Straße zu bringen. Wie der Referent erläuterte, umfasst der Fördertopf derzeit 300 Millionen Euro zur Bezuschussung konkreter Maßnahmen der Kommunen. Bei der Einrichtung einer Ladeinfrastruktur können die Kommunen mit rund 40 Prozent Zuschuss rechnen. Oberreichenbach würde bei einer Errichtung der Ladesäule mit zwei Ladepunkten und einer Leistung von 22 kW einen Zuschuss knapp unter 4000 Euro erhalten. Die Mindestbetriebsdauer der Ladesäule liegt bei sechs Jahren und die Investitionskosten betragen 9652 Euro netto. Dazu kommen die monatlichen Kosten für den Betrieb der Ladestation, Störungsdienst, Wartung und Inspektion sowie Stromlieferung in Höhe von 69 Euro. Für eine sechsjährige Betriebszeit bedeutet dies für die Gemeinde Kosten von 4968 Euro. In der Diskussion zeichnete sich ab, dass der Beschlussvorschlag keine Mehrheit finden würde, zumal nach Auskunft des Bürgermeisters nach seinem Wissen in Oberreichenbach kein E-Auto in Betrieb ist.