Einstimmig hat der Marktgemeinderat Grafengehaig am Montagabend in der Frankenwaldhalle den Haushalt 2021 mit einem Gesamtvolumen von über sechs Millionen Euro verabschiedet. "Der Etat ist damit um fast ein Drittel größer als der des Vorjahres", sagte VG-Kämmerin Mandy Knarr, die dem Gremium die Zahlenwerke vorstellte.

Der Verwaltungshaushalt umfasst knapp 1,8 Millionen Euro, der Vermögensetat schließt mit 4,3 Millionen Euro ab. Die Zuführung zum Vermögenshaushalt hat sich gegenüber dem Vorjahresansatz um 25,03 Prozent verringert und beträgt im planmäßig 82 950 Euro.

Die Hebesätze für die Gemeindesteuern wurden vom Gemeinderat wie folgt festgesetzt: Grundsteuer A 400, Grundsteuer B 380 und Gewerbesteuer 340 Punkte.

Einmütig beschlossen wurden auch der Finanzplan für die Jahre 2020 bis 2024.

Die Schulden des Marktes Grafengehaig betrugen zu Beginn des Jahres 146 752 Euro, das entspricht 167 Euro je Einwohner.

"Der Etat deckt alles ab, was wir heuer vorhaben. Wir bedanken uns bei der Staatsregierung für die Stabilisierungshilfen und Bedarfszuweisungen, die uns sehr geholfen und die Finanzen der Kommune auf die Reihe gebracht haben", betonte Bürgermeister Werner Burger.

Begonnen wurde mit dem Bau des Mietshauses in Grafengehaig, Hauptstraße 21, das mit 30 Prozent gefördert wird und in dem fünf Wohnungen entstehen.

Bernd Witzgall fragte nach, ob es im Abwasserbereich neue Förderprogramme für Pumpwerke und Leitungen gebe. Dies verneinte Bürgermeister Burger. "Gut aufgestellt sind wir im Markt Grafengehaig, was die Breitbandversorgung angeht. Das Internet läuft hier besser als in meinem Betrieb in Kulmbach", betonte das Gemeindeoberhaupt. Die Planungen für den Kindergartenneubau in Eppenreuth müssten fortgesetzt werden. "Wir müssen gemeinsam weiter an der Attraktivität unserer Marktgemeinde arbeiten," schloss Werner Burger.

Sitzungsplan geändert

Geändert wurde der Sitzungsplan des Marktgemeinderats. Die nächsten Termine sind jeweils am Montag am 14. Juni, 12. Juli, 22. September, 18. Oktober und 15. November. Beginn ist um 19 Uhr.

Der Landkreis Kulmbach hatte dem Markt das Konzept für den Radverkehr vorgelegt. Dazu wurden fünf neue Routen vorgeschlagen, drei davon hatte Christoph Wirth erarbeitet.