Der Gemeinderat beschloss bei seiner letzten Sitzung, die Frist für die Inanspruchnahme eines Erstzugriffsrechts für die Flächen der ehemaligen BGS-Kaserne über den 31. August hinaus verlängern zu lasen. Das ist bei der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben zu beantragen. Dieses Recht steht der Gemeinde zur Erfüllung von öffentlichen Aufgaben zu.

Der Gemeinderat erfuhr, es sei zwar ein Nutzungskonzept zu erarbeiten. Jedoch lägen dazu keine schriftlichen Aussagen der Stadt Coburg vor, um dies zu erstellen. Insbesondere fehlten Aussagen der Stadt, auf welcher Fläche das Klinikum geplant wird, wo das Parkhaus entstehen soll, wie das Areal erschlossen werden soll und wie die BGS-Trasse verwirklicht werden soll. Dies zu wissen sei aber essenziell für künftige nachbarschaftliche Nutzungen. Ferner erwartet die Gemeinde von der Stadt Aussagen darüber, wie es mit dem Gelände weitergehen soll. Auch die Altlastenproblematik spiele eine Rolle, in die die Gemeinde nicht hineingeraten möchte, hieß es im Gemeinderat.

Es erfolgte ein einstimmiger Beschluss über die Änderung des Bebauungsplanes "Ehemalige Passchendaele-Kaserne" hin zum Bebauungsplan "Innenentwicklung". Der Grund war darin zu suchen, dass die Wohnungsbaugesellschaft des Landkreises Coburg die Umsetzung des bisherigen Bebauungsplanes aus wirtschaftlichen Gründen für nicht mehr umsetzbar ansah. Die Planungsgruppe Strunz wurde mit einer Änderung beauftragt.

Dörfles-Esbach gründet einen Klima- und Umweltbeirat. Das beschlossen die Gemeinderäte, nachdem der Klimaschutzbeauftragte des Landkreises Coburg, Christian Gunsenheimer, sie informiert hatte. Ziel ist, bis 2035 kein CO2 mehr auszustoßen. Das neue Gremium wird den Gemeinderat entsprechend beraten und die Bevölkerung im Bereich Erzeugung regenerativer Energie sensibilisieren. Zweiter Bürgermeister Stephan Valtin (UBV), der den Bürgermeister vertrat, sagte: "Wir müssen uns der Aufgabe stellen. Das ist wichtiger denn je."

Altes Fahrzeug wird ersetzt

Nicht erst 2024, sondern sofort erhält die Feuerwehr ein neues Mehrzweckfahrzeug für 125 000 Euro. dav