Ein Volumen von rund sieben Millionen Euro hat der Haushalt 2020, den der Gemeinderat am Montagabend einstimmig verabschiedet hat. Der Verwaltungshaushalt schließt mit 4,27 Millionen, der Vermögenshaushalt mit 2,76 Millionen Euro ab. Die Verschuldung der Gemeinde wird am Jahresende bei knapp einer Million Euro liegen.

Der rechtsaufsichtlich genehmigte Kreditrahmen aus 2019 in Höhe von 900 000 Euro wurde laut Bürgermeister Alexander Wunderlich (CSU) weder im Vorjahr noch im laufenden Haushaltsjahr in Anspruch genommen.

Der Wirtschaftsplan der Gemeindewerke umfasst im Erfolgsplan bei den Erträgen 657 492 Euro und bei den Aufwendungen 865 781 Euro; der Vermögensplan hat ein Volumen von 2,7 Millionen Euro.

Größter Ausgabeposten im Verwaltungshaushalt ist die Kreisumlage mit 1,317 Millionen Euro. Für den Brandschutz in alle vier Wehren wurden 50 000 Euro eingestellt. Die Personalkosten liegen bei 990 300 Euro. Für das Schulwesen sind im Verwaltungshaushalt 225 200 Euro aufzuwenden.

Bei den Kindertagesstätten sind ein Personalkostenzuschuss von 760 000 Euro sowie ein Elternbeitragszuschuss von 103 200 Euro vorgesehen, der Freistaat erstattet hierfür insgesamt 523 900 Euro.

Die größten Einnahmeposten

Die größten Einnahmeposten im Verwaltungshaushalt sind die Grundsteuern A und B (261 500 Euro), die Gewerbesteuer (400 000 Euro), Schlüsselzuweisungen (1,068 Millionen Euro), Einkommensteuerbeteiligung (1,4 Millionen Euro) sowie Umsatzsteuererstattung (90 000 Euro). Die Zuführung an den Vermögenshaushalt beträgt 89 151 Euro. Damit wird auch die erforderliche Mindestzuführung von 20 000 Euro erreicht.

Im Vermögenshaushalt sind folgende Maßnahmen vorgesehen: EDV-Bereich (104 300 Euro); Planungskosten für einen Umbau des Rathauses (45 000 Euro); Schutzkleidung für die Feuerwehren (36 000 Euro); Digitalalarmierung (50 000 Euro); Planungskosten für den Umgehungskanal (187 000 Euro); Investitionsumlage Mittelschulverband (58 500 Euro); Sanierung Bahnhofgebäude (100 000 Euro); Spielplätze (10 000 Euro); Erschließung Wohnbaugebiet "An der Steigengasse" (189 100 Euro); Ausbau der Laubenstraße (872 000 Euro); Erschließung Gewerbegebiet "Wirsberger Straße I" (595 000 Euro); Sanierung von Brücken (50 000 Euro); Straßenbeleuchtung (24 500 Euro); Salzlagerhalle für den Bauhof (70 000 Euro); Fugensanierung Rathausplatz (22 000 Euro); Planungskosten "Metzeler"-Gelände (50 000 Euro); Grunderwerb (125 000 Euro).

Der Fehlbetrag des Vermögenshaushalts wird durch eine Rücklagenentnahme in Höhe von 1,169 Millionen Euro und eine Darlehensaufnahme in Höhe von einer Million Euro ausgeglichen. Die Rücklagen schrumpfen zum Jahresende auf rund 400 000 Euro.

Fraktionen stimmen zu

In kurzen Statements signalisierten die Fraktionssprecher ihre Zustimmung und dankten Kämmerin Lisa Schoberth für die Erstellung des umfangreichen Zahlenwerks.

Für die CSU stellte Gernot Kintzel fest, dass es coronabedingt auch bei der Erstellung des Haushalts ein besonderes Jahr war. Wichtig sei aber jetzt, die Aufgaben zügig umzusetzen: "Wir müssen in die Zukunft schauen." Roland Fischer sprach für die Freien Wähler von einem Haushalt, der sich nicht nur auf das Verwalten beschränke, sondern auch Investitionen in die Zukunft ermögliche.

Dieter Mühlbauer (SPD-Offene Liste) stellte fest: "Wir müssen gerade jetzt versuchen, geschickt zu investieren und bei allen Projekten ein Maximum an Förderung herausholen." Wichtige Punkte seien dabei der Hochwasserschutz, die Ausweisung von Gewerbeflächen und das Bereitstellen von Grundstücksflächen für den Bau von Einfamilien- und Mehrfamilienhäusern.

Horst Schirmer meldete für die NG Bedenken zu den sinkenden Gewerbesteuereinnahmen an und forderte, sich darüber Gedanken zu machen, wie man dem Trend entgegenwirken könnte. Aus der Investitionsplanung bis 2023 waren für Schirmer keine Visionen erkennbar, um die Gemeinde zukunftsfähig zu machen.