Burkardroth — 18 Jahre lang prägte der Kastanienbaum in Wollbach das Ortsbild. Für Wallfahrer, Pilger und Wanderer bot er eine Möglichkeit zum Kräftesammeln unter der Krone, bevor es Richtung Kreuzberg weiterging.

Das ist nun nicht mehr möglich. Der Markt Burkardroth ließ den Baum fällen. Das hängt mit dem See neben der Kastanie zusammen.

Laub für Fische nicht gut

"Gerade im Herbst fiel das Laub in den See. Für die Fische im Wasser war das nicht gut", nennt Daniel Wehner (CSU), Bürgermeister der Kommune den Hauptgrund. Die Tiere gingen letztlich ein. Das Fällen der Kastanie habe der Markt Burkardroth mit den Anwohnern besprochen. Von diesen hat es laut dem Burkardrother Ortsoberhaupt keine Einwände gegeben.

Pumpe beschädigt

Das Laub der Kastanie sorgte am See jedoch für weitere Probleme - etwa am Wasserspiel, das durch eine Pumpe mit dem Wasser aus dem See betrieben wird. "Das Laub hat sich reingehängt, woraufhin sie trocken gelaufen ist." Für die Technik ist das schädlich.

Kein Naturdenkmal

Gepflanzt hatte den Baum 2003 der Bauhof. Eine Erlaubnis von den Behörden um den Baum zu fällen, sei nicht notwendig gewesen. "Es war kein Naturdenkmal."

Ersatz nun ein Busch?

Gedeckt ist das Fällen der Kastanie auch rechtlich durch das Bundesnaturschutzgesetz. Dort finden sich im Paragraphen 39 die Rahmenbedingungen, wann Bäume gefällt oder auf Stock gesetzt werden dürfen. Die Kosten für das Fällen trug die Kommune. Sie zahlt auch den Ersatz, der gepflanzt werden soll. "Da kommt wohl jetzt eher etwas fischfreundliches wie ein Busch hin", sagt Wehner. josch