Gute Nachricht für die Haushalte im Landkreis: In den nächsten zwei Jahren wird es keine Gebührenerhöhung bei der Abfallentsorgung geben. Das hat Christian Kern vom Landratsamt nach einer aktualisierten Kalkulation dem Kreis- und Strategieausschuss mitgeteilt. Entscheidender Faktor für die stabilen Gebühren sind die Mehreinnahmen aus dem Weiterverkauf des Altpapiers, das der Landkreis über die grünen Tonnen sammelt. Da sind die Erlöse im vergangenen Jahr deutlich gestiegen und decken damit Kostensteigerungen an anderen Stellen. Dass die Erlöse fürs Altpapier nach mehreren Jahren im Sinkflug steigen würden, überraschte die Landkreisverwaltung. Das gab Kern offen zu: "Damit war überhaupt nicht zu rechnen." Aber jetzt gibt es das Plus: Nahm der Landkreis im vergangenen Jahr gerade mal 200 000 Euro über den Weiterverkauf des Altpapiers ein, so werden es heuer rund 370 000 Euro sein. Wie es nach dem Jahr 2023 mit den Müllgebühren aussehen wird, da verkniff sich Christian Kern eine Prognose. Entscheidend werde dafür sein, wie sich die Kosten bei der Müllverbrennung (im vergangenen Jahr: 1,72 Millionen Euro) entwickeln werden. Großen Spielraum hat der Landkreis bei seiner Kalkulation eh nicht: Die gesetzlichen Vorgaben sind so, dass die Müllentsorgung kostendeckend zu arbeiten hat. bk