Die zunehmende Bedeutung des Feuerwehrzentrums in Stadtsteinach, zuletzt deutlich geworden bei der Stationierung einer der drei Drehleitern und die Übernahme der Atemschutzstrecke für den Landkreis, zieht weitere Investitionen nach sich. Konkret: Die Stellplätze im Gebäude an der Industriestraße sind mit vier städtischen Feuerwehrfahrzeugen und einem Gerätewagen des Landkreises für den Atemschutz belegt. Der Mannschaftstransportwagen des Landkreises mit der Aufschrift "Katastrophenschutz" steht draußen.

Für den Kommandanten Manuel Steinl ist das ein Unding. "Keines der Fahrzeuge sollte draußen stehen", sagte der CSU-Stadtrat und Kreisbrandinspektor seinen Ratkollegen bei deren Besichtigung des Feuerwehrzentrums vor der eigentlichen Stadtratssitzung, die praktischerweise in der Fahrzeughalle der Feuerwehr stattfand. Zum einen seien die Fahrzeuge ziemlich teuer (die Drehleiter kostete 650 000 Euro); zum anderen müssten sie vor eventuellen Beschädigungen geschützt werden.

Standardgarage zu klein

Deshalb hatte die Feuerwehr den Anbau eines weiteren Stellplatzes an die Fahrzeughalle beantragt. Für den VW-Bus reicht allerdings keine Standardgarage. Vorgeschrieben ist eine Breite von 5,50 Meter; damit die Feuerwehrleute im Notfall ohne Zeitverzögerung gleichzeitig einsteigen können. Nach vorliegenden Angeboten kostet diese "Garage XXL" komplett 100 000 Euro. Vom Freistaat ist ein Zuschuss von 28 875 Euro zu erwarten. Da auch Autos des Landkreises unterzustellen sind, ist noch zu eruieren, ob sich auch der Kreis an den Kosten beteiligen wird. Der Stadtrat genehmigte die Erweiterung.

Befürwortet wurde auch eine überarbeitete Satzung zum Aufwendungs- und Kostenersatz für Einsätze und andere Leistungen der Feuerwehren der Stadt, in der Pauschalsätze bei Einsatz von Personal und Geräten festgelegt sind.

Nach dem verheerenden Wald- und Flächenbrand in Römersreuth bestehen seitens der Bevölkerung nach wie vor Bedenken, ob eine ausreichende Löschwasserversorgung insbesondere in den Außenorten vorhanden ist. Im Zuge der generellen Erneuerung der Wasserversorgung im Oberland um Triebenreuth werde dies berücksichtigt, berichtete Bürgermeister Roland Wolfrum.

Neue Einsatzpläne

Zudem werden mit der Feuerwehr Stadtsteinach Einsatzpläne entwickelt, die eine zusätzliche Löschwasserversorgung über lange Schlauchstrecken sicherstellen sollen. Dennoch ersetzen diese nicht die grundsätzliche Verpflichtung der Stadt, eine ausreichende Löschwasserversorgung vorzuhalten.

Für den Bereich Römersreuth ist auch an die Nutzung von nicht mehr gebrauchten Jauchegruben als Wasserzisternen gedacht. Beteiligt wird auch der Wasserzweckverband Pressecker Gruppe, über den das Gebiet um Schwand versorgt wird. Eine genaue Berechnung der Löschwasserversorgung in den Außenbereichen muss allerdings extern durch ein Ingenieurbüro erfolgen.