von unserer Mitarbeiterin Sonja Adam

Guttenberg/Maierhof — Früher gab es in Maierhof einen Fußweg zwischen Maierhof-Breitenreuth und der Kreisstraße. Doch schon seit Jahren ist dieser Weg wegen einer einsturzgefährdeten Mauer und einer Treppenanlage, die nicht mehr den Bestimmungen entspricht, gesperrt. Jetzt hat Michael Andraschko Unterschriften gesammelt, damit wieder ein Fußweg zwischen Maierhof-Breitenreuth und der Kreisstraße angelegt wird.
Der offizielle Weg sei zu schmal. Es sei gefährlich, wenn es zu einer Begegnung zwischen Fußgängern und Autos komme, und er sei nicht ausgeleuchtet, so Andraschko. Auf dem Antrag haben nahezu alle Anwohner aus Ober-Maierhof und Breitenreuth unterschrieben. "Das Anliegen ist verständlich, denn es gibt dort auch einige Kinder", sagt Bürgermeister Eugen Hain (CSU). In einem Ortstermin hatten sich die Gemeinderäte eine mögliche Ausweichstrecke angeschaut. Bürgermeister Eugen Hain schlug vor, einen Fußweg in Verlängerung des bestehenden Weges auf dem Grundstück von Norbert Zuber anzulegen. Der Fußweg könnte in Eigenleistung erstellt werden - könnte so angelegt werden, dass er in mehreren "Podesten" angelegt wird. "So könnte man das Gefälle entschärfen", so Hain. Der alte Treppenaufgang könne nicht reaktiviert werden, erklärte der Bürgermeister.
Als Alternative kam bei einer ausschweifenden Diskussion aber noch der bestehende öffentliche Weg ins Gespräch. Dieser öffentliche Weg ist zwar etwas länger, aber er könne mit einigen Ausweichstellen für Fußgänger versehen und mit einer Leuchte ausgestattet werden.
Die Gemeinderäte hatten vor allem im Winter große Vorbehalte gegen den "Ersatzweg" mit steilem Gefälle. "Wir sollten jetzt keinen Schnellschuss machen", erklärte Klaus Witzgall (CSU).
"Ich halte es nicht für richtig, solch einen Ausweichweg anzulegen", brachte Stefan Zeitler (CSU) seine Bedenken öffentlich vor. "Wir sollten nicht beide Alternativen vorschlagen, sondern nur den Ausbau des Weges", schlug auch Otto Kreil (CSU) in die gleiche Kerbe. "Der Ausbau des Weges ist von den Kosten wesentlich leichter kalkulierbar", betonte Jochen Hildner (CSU).
Schließlich votierten die Räte einhellig dafür, den Anwohnern vorzuschlagen, dass der Weg mit Ausweichstellen für Fußgänger und einer Lampe ausgebaut wird. Im Winter sei ein eingeschränkter Winterdienst möglich.