Auf dem Gelände des früheren Coburger Güterbahnhofs feierte das Globe kürzlich Richtfest, der Senat für Stadt- und Verkehrsplanung sowie Bauwesen hat am Mittwoch einen weiteren Schritt für das Aussehen der Umgebung dieses Interimstheaters getan. Mit sechs zu drei Stimmen wurde die Vorplanung der Freianlagen rund um das Globe auf den Weg gebracht und auch der Kostenschätzung von knapp 10 Millionen Euro zugestimmt.

Landschaftsarchitekt Matthias Därr aus Halle an der Saale präsentierte die Ideen seines Büros. Rund um den runden Holzbau und seine Nebengebäude soll möglichst wenig Autoverkehr herrschen. Nur Lieferverkehr und Rettungsfahrzeuge sollen dort unterwegs sein dürfen. Auch Durchgangsverkehr, etwa von der Frankenbrücke bis zur Ernst-Faber-Brücke im Süden des Geländes, soll es nicht geben. Dass Fußgänger und Radfahrer das Bild des verkehrsberuhigten Bereiches bestimmen sollen, darüber herrschte Einigkeit. Jedoch versagten Petra Schneider (SPD) sowie die CSU-Stadträtinnen Barbara Kammerscheid und Dr. Birgit Weber ihre Zustimmung. Die Straße werde zu nahe am Globe vorbeigeführt und nehme auch die Rundung des Gebäudes nicht auf, so die Argumentation. Diese Straße, die nach Ansicht des Architekten eher ein Platz sei, war für Weber "zu dominant". Schließlich brachte Gerhard Amend (CSB) versenkbare Poller ins Gespräch. "Damit wird auch der Weg zur Alhambra für Autos gesperrt."

Ansonsten sollen - wie die bunten Zeichnungen andeuten - Bäume, Wiesen und Rasenflächen das Areal bestimmen und auch das Kleinklima positiv beeinflussen. Sitzmöbel aus Holz und Stahl und drehbare Bänke sind weitere Elemente. In gläsernen Würfeln können ein oder zwei Leute sitzen und arbeiten. Der Strom fürs Laptop kommt dann von den Solarzellen auf dem Würfeldach.

Die Wege und Plätze sind nach den Vorschlägen der Landschaftsplaner mit Platten aus Epprechtsteiner Granit zu belegen. Dies ist ein gelber bis blassgelber mittelkörniger Granit, der im nördlichen Fichtelgebirge, zwei Kilometer westlich von Kirchenlamitz im Landkreis Wunsiedel, gebrochen wird. Schließlich plädiert Därrs Büro für einen Asphalt mit hellem Farbton. "Das heizt sich nicht so stark auf." Außerdem soll eine breite Treppe zur Itz den Fluss erlebbar machen.

Angesichts der immensen Beträge wurde es FDP-Stadtrat Hans-Heinrich Eidt etwas blümerant: Die Planung sei zwar "großartig", aber Außengestaltung, Globe, Pakethalle und anderes mehr ließen gemäß seiner Rechnung 58 Millionen Euro entstehen. Darüber hinaus gebe es mit dem geplanten neuen Klinikum und anderen Dingen weitere kostspielige Projekte.