Der CSU-Stadtverband Kronach befasste sich in einer Sitzung mit den Ergebnissen der Kommunalwahl 2020. Außerdem wurden die Leistungen von zwei jahrzehntelang engagierten Kommunalpolitikern der Stadt Kronach hervorgehoben und Wolfgang Hümmer und Heinz Hausmann geehrt. Dazu hatte die Stadtverbandsvorsitzende, Kronachs Bürgermeisterin, Angela Hofmann, in die Regimentsstube der Festung Rosenberg eingeladen.

Hofmann nahm die Gelegenheit wahr, sich bei allen Kandidaten dafür zu bedanken, dass sie bereit waren, für das Ehrenamt als Stadtrat anzutreten. Sie bekundeten damit ihr Interesse, an der Gestaltung ihrer schönen Stadt mitwirken zu wollen.

Die Bürgermeisterwahl war mit rund 73 Prozent für Angela Hofmann entschieden worden. Bei der Stadtratswahl erhielt die CSU 42 Prozent für ihre Listenkandidaten und die Kreistagswahl schloss die CSU mit 37 Prozent der Stimmen ab.

Besonderen Dank sprach die Bürgermeisterin der CSU-Stadtratsfraktion aus, die im Stadtrat die Anwendung des Hare-Niemeyer-Verfahrens für die Besetzung der Ausschüsse mitgetragen habe. Dadurch sind sechs von sieben Parteien/Gruppierungen in den Ausschüssen vertreten. Beim Verfahren nach "D'Hondt" wären nur die größeren Fraktionen bei den Sitzverteilungen in den Ausschüssen vertreten gewesen. Angela Hofmann sieht darin nun eine breitere Basis in den Ausschüssen vertreten.

Als wichtige Themen, die bereits in Angriff genommen wurden, nannte die Rathauschefin den Wohnungsbau - derzeit entstünden mehrere Wohneinheiten in verschiedenen Baumaßnahmen -, eine Lösung für das Bürgerspital und Straßensanierungen, die zum Großteil durch den Bauhof der Stadtwerke ausgeführt werden, als Bespiel nannte sie hierzu Neuses. Viele Maßnahmen der Infrastruktur seien auf den Weg gebracht, die Spitalbrücke, WLAN, Crana Mare, auch die Sauberkeit der Innenstadt, weitere wichtige Entscheidungen sind im Bereich Bildung, Förderung des Ehrenamtes und Jugend, Förderung des Einzelhandels durch Internetmarkt und die Stadtentwicklungs- GmbH auf den Weg gebracht.

Wie der Vater so der Sohn

Nach so vielen Informationen war es an der Zeit, zwei verdienstvolle Männer zu ehren: Wolfgang Hümmer und Heinz Hausmann. Wolfgang Hümmer schied nach 36 Jahren aus dem Stadtrat aus. In seiner Laudatio würdigte der stellvertretende Stadtverbandsvorsitzende und Fraktionsvorsitzende im Stadtrat, Jonas Geissler, das 36-jährige Engagement von Wolfgang Hümmer. "Es gibt niemand, auf den die Ehrenbezeichnung Altstadtrat so sehr zutreffen würde wie auf Wolfgang Hümmer. Wolfgang Hümmer hat sein Leben, sein ehrenamtliches Engagement und seine Schaffensfreude in den Dienst der Stadt Kronach gestellt." Hümmer erhielt eine Dankurkunde, ein Buchpräsent und einen Gutschein. Heinz Hausmann konnte noch ergänzen, dass der Vater von Wolfgang Hümmer, Hans Hümmer, ebenfalls 36 Jahre von 1948 bis 1984 dem Stadtrat Kronach angehörte und ihn der Sohn Wolfgang 1984 ablöste und bis 2020 auch 36 Jahre, beide also ein knappes Dreivierteljahrhundert die Geschicke der Lucas- Cranach-Stadt in ehrenamtlicher Funktion mit lenkten.

Nach dieser Ehrung wandte sich Geissler dem einzigartigen Wirken von Stadtrat Heinz Hausmann zu, der dem Gremium bereits seit 48 Jahren angehört und heute noch dabei ist. Er gehörte außerdem 48 Jahre als Kreisrat dem Kreistag Kronach an und ist aus diesem Gremium zum 1. Mai 2020 ausgeschieden.

"Es gibt kein Wort, das Heinz Hausmann so gut beschreibt, wie bienenfleißig", so Jonas Geissler. "Egal ob als Landtagsabgeordneter, als Bezirksrat, als weiterer Bürgermeister, als Stadtrat oder eben als Kreisrat. Wenn früher um drei oder vier Uhr früh noch das Licht im CSU-Büro gebrannt hat, wussten die Kronacher, Heinz Hausmann arbeitet noch. Er war für den Landkreis und seine Menschen fast ein halbes Jahrhundert ununterbrochen unterwegs. Und für die Stadt wird er diesen Einsatz weiterführen. Von Ruhestand kann man bei dem 79- jährigen Heinz nichts feststellen und viele sind ihm dafür zu Recht dankbar." Hausmann erhielt ebenso Dankesurkunde, Buchpräsent und Gutschein. eh