Der Haßberg-Hauptverein, Dachorganisation der Haßbergvereine im Kreis Haßberge, ist für die Windkraft, möchte aber nicht, dass Windräder im Naturpark Haßberge errichtet werden. Das schreibt der Vorsitzende des Haßberg-Hauptvereins, Norbert Schmucker (Knetzgau), in einer Stellungnahme für die Medien. Sie liegt unserer Redaktion vor. Der Hintergrund ist die umstrittene Planung mehrerer Windkraftanlagen bei Kirchlauter und im östlichen Landkreis.
Bürgermeister, Kreisräte und der Landrat im Landkreis Haßberge beschließen nach Darstellung des Hauptvereins demnächst, einige Schutzzonen des Naturparks aufzuheben. Da stelle sich die Frage, wofür? Es sollen Windkrafträder errichtet werden, antwortet der Verein.
In keinem der Naturparks in der Region, sei es der Steigerwald, die Rhön, der Spessart oder die Fränkische Schweiz/ Veldensteiner Forst stünden Windräder. "Warum bei uns?", fragt Schmucker. Er sagt: "Wir, der Haßbergverein, und auch der Naturpark Haßberge vertreten, dass die Landschaft und die Eigenarten der Menschen geschützt und bewahrt werden. So steht es in der Satzung."
Die Bürger, die sich eine Existenz im Tourismus oder einen idyllischen Wohnort gesucht haben, würden nicht gefragt, bedauert er. Gerade deshalb kämen sehr viele Menschen hierher, weil sie die Stille, die nicht verbaute Landschaft und die noch intakte Natur suchen.
Wozu denn teure Tourismus-Projekte wie den Burgenwinkel, den Rennweg und einen Qualitätswanderweg (der übrigens direkt bei Buch an einem der geplanten Standorte vorbeiführt)?
Schmucker meint: "Vielleicht sollte die EU ihre Fördergelder wieder zurückfordern. Leider vertreten Politiker ihre eigenen Interessen und vergessen dabei die Menschen, die hier leben."
Und weiter schreibt er: "Wir sind nicht gegen Windkraft, sondern aus ökologischer Sicht auch dafür. Aber in diesen sensiblen Bereichen sollte man wirklich darauf verzichten und dafür andere Standorte außerhalb des Naturparks unterstützen."
Als Alternative schlägt er vor, die beiden nicht mehr rentablen Windkrafträder bei Fierst/Recheldorf abzubauen und durch neue, wirtschaftliche Windräder zu ersetzen. Er wünscht von den Endscheidungsträgern: "Denken Sie bitte darüber nach und entscheiden Sie sich für die Erhaltung der geschützten Natur in unserer Heimat!" ks