Mit einer Internet-Versorgung von 30 Megabit pro Sekunde gilt die Stadt Hofheim mit ihren zehn Stadtteilen zu fast 100 Prozent als erschlossen (Ausnahme sind Aussiedlerhöfe und Weiler). In einem nächsten Schritt soll nun die Stadt und möglicherweise auch die ganze Hofheimer Allianz "gigabitfähig" gemacht werden. Dies funktioniert jedoch nur, wenn ein flächendeckender Ausbau mittels Glasfaser stattfindet.

Mit der bayerischen Gigabitrichtlinie fördert der Freistaat Bayern nun erstmals gigabitfähige Breitbandnetze auch in Bereichen, in denen bereits eine Bandbreite von mehr als 30 Mbit/S im Download verfügbar ist. Nach der Bayerischen Gigabitrichtlinie gilt für Gemeinden im ländlichen Raum und im Raum mit erhöhtem Handlungsbedarf, zu der die Stadt Hofheim zählt, ein Fördersatz von 90 Prozent. Zur Festlegung der förderfähigen Erschließungsgebiete ist eine aufwendige Voruntersuchung nötig.

Der Stadtrat ermächtigte Bürgermeister Wolfgang Borst bei der Sitzung am Mittwoch einstimmig, einen Auftrag in Höhe von maximal 13 000 Euro an ein Beratungsunternehmen zu vergeben, das die Voruntersuchung durchführt. "Der Ausbau des Breitbandnetzes ist äußerst wichtig für uns", sagte Borst.

Erfreuliches gibt es vom Freibad zu berichten. Dort wurden die neuen Pumpen eingebaut, die Technik kommt laut Borst am Montag, so dass das Bad voraussichtlich am ersten Augustwochenende eröffnet werden kann. Das Hofheimer Hallenbad soll bis September 2022 umfassend saniert werden. Geplant ist die Installation eines "Kombibades" mit Errichtung eines gemeinsamen Eingangsbereiches für Frei- und Hallenbad, einschließlich Bistro, Sommerumkleiden und Einrichtung eines Kinderplanschbeckens im Hallenbad.

Der Landkreis Haßberge übernimmt die Bauträgerschaft. Die geschätzten Bruttokosten in Höhe von rund 8,6 Millionen Euro werden vom Freistaat Bayern bezuschusst. Für die Stadt Hofheim verbleiben Kosten in Höhe von voraussichtlich rund 1,5 Millionen Euro. Der Stadtrat ermächtigte Bürgermeister Borst zum Abschluss einer Zweckvereinbarung mit dem Landkreis und dem Schulverband, die das Hallenbad ebenfalls nutzen.

Die evangelische Dekanatskirche in Rügheim weist sowohl am Kirchenschiff als auch am Kirchturm erhebliche Schäden auf. Die Kosten für die Sanierung des Kirchenschiffs belaufen sich auf rund 212 000 Euro, die des Kirchturms auf rund 236 000 Euro brutto. Die Stadt Hofheim übernimmt im Rahmen ihrer Baulast die Hälfte der Kosten für die Turmsanierung. Ausgezahlt werden jedoch nur maximal 50 000 Euro pro Jahr.

Um anfallenden Klärschlamm zu entsorgen, beschloss der Stadtrat den Beitritt zum Zweckverband Klärschlammtrocknung Haßberge. Eine Trocknungsanlage soll auf dem Gelände der Biogasanlage zwischen Hofheim und Ostheim gebaut werden. Um eine Einfahrt zu erleichtern, soll dort eine Linksabbiegespur eingerichtet werden. Das Gremium ermächtigte Borst zum Abschluss einer Vereinbarung mit dem Straßenbauamt.

Die CSU-Fraktion stellte den Antrag, den Goßmannsdorfer See in Ufernähe einzuzäunen und die vorhandenen Badestege abzubauen. Die Ostseite des Sees im Bereich des Grillplatzes soll aufgeschüttet werden, um Nichtschwimmern den Ein- und Ausstieg zu erleichtern. An der Ostseite soll auch der Eingang zum See erfolgen. Mit diesen Maßnahmen soll eine Haftung des Bürgermeisters ausgeschlossen werden. Borst sagte, dass ein Haftungsgutachten in Auftrag gegeben wurde, das von Landtagsabgeordneten und Rechtsanwalt Steffen Vogel erstellt wird. Bis das Gutachten vorliegt, sollen keine Maßnahmen ergriffen werden. msch