"Aechd frängisch" ging es am Samstagabend im Höchstadter "Töpfla" zu. Grund dafür: Georg Römer, vielseitiger und umtriebiger Blasmusikexperte, hatte zu einem Konzertabend eingeladen. Und damit die ganze Angelegenheit nicht zu einseitig ausfiel, wurde der Vorsitzende des Höchstadter Heimatvereins von seinem Herzogenauracher Vereinskollegen Klaus-Peter Gäbelein mit Mundartbeiträgen unterstützt.

Und so erlebten die rund 50 Gäste einen anspruchsvollen, unterhaltsamen und vergnügten Abend: hier "aechd frängische Ausdrügge und Schbrüchla", dort "qualifizierde Musigg-schdügge" von einer Abordnung der Höchstadter "Hornochsenbande" auf der kleinsten Bühne der Welt, wie der Römer Schorsch betonte.

"Ruuds und Wasser könnd mer greina, vor lauder Freid, däss mir Frangen senn", so Gäbelein in seinen Sprüchen zum besseren Verständnis unserer "einmaligen und wunderbaren frängischen Sprache". "Mir schdrodsen vor Dabferkeid" und "senn hald aweng wos Bsonder, wall mir Frangen hald a Gehirnwindung mehr ham als die annern Daidschn, vor allem als die Breißen". Mir wiissen, "wos a Moogndrädserla is odder a Bebbn, a Grischberla, a aufgschdellder Mäusdreeg, a Hädscher odder a Badscher".Ein Franke kann "mid an Glabb-schdull" ebenso etwas anfangen wie die Fränkin mit ihrem "Bolliagrüllbullöverla" (langsam lesen!). Und wenn ein Franke "under der Fuchdl vo seiner Gradsbörschdn daham schdedd, dann is des a armer Fregger".

Ein abgemagerter Franke "is fei gscheid zamganga" und derjenige, der zugenommen hat, "is gscheid ausanander ganga" und der braucht "sei Lädschn nedd hänga lossn!" Und so spannte der Franke Gäbelein seine gesammelten fränkischen Spezialausdrügge weiter von negativen Spezialwörtern wie "Bridschla", "Büchsla, des wu sich bridscherbraad hieh hoggd" bis zu dem Bubn, "den wus gschdreggderlängs hiehaud".

Weit mehr als Volksmusik

Dass die "Hornochsen" nicht nur Blasmusik in ihrem Repertoire haben, sondern auch internationale Stücke beherrschen, bewiesen sie mit exzellenten Intonationen von "New York, New York" oder dem St.-Louis-Blues. Modern und klassisch von Abba und Herb Albert bis Beethovens Romanze in F oder dem Adagio Aranjuez, die Gäste erhielten Musik vom Feinsten geboten, anspruchsvoll und höchst unterhaltsam. kpg