Die Bergwacht Forchheim hat zwei Wanderer aus steilem Gelände in der Fränkischen Schweiz retten müssen. Die beiden waren vom Weg abgekommen, eine Frau verletzte sich dabei.

Die 67-jährige Urlauberin war am frühen Donnerstagnachmittag gemeinsam mit ihrem 74-jährigen Mann zu einer Wanderung in die Nähe der Esperhöhle aufgebrochen. Kurz nach Leutzdorf kamen sie vom Weg ab und erreichten eine Felserhöhung, von der die Frau abstürzte. Dabei verletzte sie sich leicht, wie die Polizeiinspektion Ebermannstadt berichtete.

Da die beiden Wanderer ihre Position nicht genau lokalisieren konnten, gestaltete sich die Suche nach ihnen sehr schwierig. Beamte der Polizei und die Bergwacht brauchten drei Stunden, um die Wanderer zu finden. Die Helfer der Bergwacht stiegen zu den beiden Rentnern hinunter und retteten sie mit Seilsicherung.

Wie die Bergwacht Forchheim mitteilte, wurde sie gegen 15.50 Uhr zu dem Einsatz zwischen Leutzdorf und Burggaillenreuth alarmiert. Meldebild waren zwei Wanderer mit leichten Verletzungen, die sich verstiegen hatten und nicht mehr weiterkamen. Sie wussten allerdings nicht mehr, wo genau sie waren, nur, dass sie von Leutzdorf Richtung Bahnhof Burggailenreuth im Wald an einem Hang unterwegs seien. Daraufhin alarmierten die Forchheimer Bergretter die Bergwacht Pottenstein dazu, um Unterstützung bei der Suche und der Rettung zu haben.

Nahe der Heinrichsgrotte

Nach längerer Suche von unten und durch Rufen konnten sie in einer Schlucht nahe der Heinrichsgrotte ausgemacht werden. Ein Team kämpfte sich den steilen Hang von unten zu den Wanderern herauf. Das zweite Team kam von oben.

Beide Rentner wurden durch die Bergwacht versorgt und zusammen mit einem Retter unter Seilsicherung zum Wanderweg an der Wiesent herabgelassen. An der Stelle, wo die beiden sich befanden, gab es keinen Weg mehr, nur die Möglichkeit nach unten mit dem Seil. Etwa um 18 Uhr waren dann nach einer aufwendigen Rettung beide Personen beim Rettungsdienst . Dort wurden sie im Rettungswagen durchgecheckt. Mit leichten Verletzungen und einem Schock konnten sie die Heimreise antreten.

Mit im Einsatz waren ein Kollege der Bergwacht Bayreuth und eine Kollegin der Bergwacht Bamberg sowie der Rettungsdienst Ebermannstadt.

Die Polizei ruft die Wanderer und Urlauber auf, die markierten Wanderwege nicht zu verlassen. Man bewege sich selbst in der Fränkischen Schweiz dann schnell in alpinem Gelände. Erschwerend komme hinzu, dass in den ländlichen Regionen häufig schlechter Handyempfang sei, so dass eine GPS-Ortung nicht immer möglich sei. red