Die B 2 in Igensdorf war teilweise einseitig gesperrt. Ja, sie wird erneuert werden, aber nicht jetzt. Es ist die Marktgemeinde Igensdorf , die die Zeit bis zur Straßensanierung nutzt, um vorher ihre Wasserversorgung zu erneuern. Deshalb fanden Probebohrungen statt.

"Wir legen eine neue Hauptleitung und die Hausanschlüsse werden erneuert", erklärt Bürgermeister Edmund Ulm ( CSU ). Die meisten Bohrungen dazu fanden bereits im vergangenen Jahr statt. Nur drei Bohrungen konnten nicht durchgeführt werden. "Dazu brauchen wir eine Spezialfirma, die das erledigt", informiert Ulm. Notwendig sind diese Bohrungen , um festzustellen, ob die Leitung in der Spülbohrweise durchgeführt werden kann. Bei dieser Art der Erneuerung gibt es ein Start- und ein Zielloch und die neue Leitung wird dann einfach "durchgespült", also eingezogen, erläutert der Bürgermeister .

Die Leitungen seien alt und anfällig. "Es hat bereits Probleme gegeben", berichtet Ulm. Auch die Absperrschieber für die Häuser sind nicht mehr die neuesten. Die Bauarbeiten gehen über eine Strecke von gut 1,5 Kilometern Länge und kosten 700 000 Euro.

"Die Wassergebühr wurde bereits angepasst, aber wir müssen auch den Beitrag erheben", sagt der Igensdorfer Bürgermeister . Grund für diese Wasserteuerungen gebe es mehrere, alle mit dem Ziel, die Wasserversorgung zu sichern.

Doch es sei in der Vergangenheit auch verpasst worden, die Gebühren neu zu kalkulieren. Seit 2009 sei das nicht mehr geschehen. Das und gestiegene Personalkosten führten zu einer Unterdeckung. Der Wasserpreis steigt deshalb von 98 Cent auf 1,80 Euro an.

Damit nicht genug, ist auch das Wasserwerk in Pettensiedel mit seinen 50 Jahren ins Alter gekommen. Ein neues Wasserhaus wird errichtet.

Und dann sind da noch die beiden Brunnen mit Sanierungsbedarf. Ein Brunnen wird deshalb in Oberlindelbach neu gebaut. Denn die beiden anderen Brunnen einfach vom Netz zu nehmen, funktioniert nicht. "Das geht nur mit einem Ersatzbrunnen", sagt Bürgermeister Ulm. Das gesamte Projekt werde sich über einen Zeitraum von sechs bis zehn Jahren ziehen. Ein Satzungsbüro sei bereits aktiv, um die Grundflächen der Häuser für den Beitragsbescheid neu zu vermessen.