Landrat Hermann Ulm und die Leader-Managerin Marion Rossa-Schuster haben in feierlichem Rahmen vier Förderbescheide für das Leader-Projekt „Unterstützung Bürgerengagement“ überreicht. Leader bedeutet, dass Fördermittel der Europäischen Union ( EU ) fließen.

Die Förderbescheide nahmen bei der Veranstaltung im Landratsamt entgegen: der Bürgermeister des Marktes Wiesenttal mit Vertretern der katholischen Kirchenstiftung in Wiesenttal, der Verein Geselligkeit Ortspitz, die SG Trubachtal Obertrubach sowie die Seniorenvertretung 55plus Ebermannstadt. Sie alle haben eine Zusage über einen Leader-Zuschuss für ihre beantragten Projekte bekommen.

Mit dem Projekt „Unterstützung Bürgerengagement“ ist es möglich, auch Kleinstprojekte mit bis zu 2500 Euro finanziell zu unterstützen. Ziel ist es, ehrenamtliches Engagement in der Region mit einem Zuschuss zu belohnen und zu fördern.

In Ortspitz möchte der Verein Geselligkeit Ortspitz einen neuen Dorfplatz mit zwei Sitzgruppen gestalten, um gemeinsame Treffen der jungen und älteren Generation im Ort zu ermöglichen. Der Verein will diesen Dorfplatz mit seinen Mitgliedern zu einem Mittelpunkt für alle Altersgruppen gestalten. Da durch Ortspitz und um Ortspitz herum zahlreiche Wanderwege verlaufen, bietet der neu gestaltete Dorfplatz auch Wanderern die Möglichkeit, zu rasten und zu picknicken, und fördert damit auch die Entwicklung zu einer Qualitätswanderregion.

Die ehrenamtlichen Pfarrgemeinderatsmitglieder der katholischen Kirchenstiftung in Muggendorf möchten neben der Kirche in Muggendorf eine moderne Mariengrotte als einen Ort der Begegnung und der Ruhe, als eine Art offenen und meditativen Ruheraum schaffen.

Ort der Begegnung

Zahlreiche Arbeiten sowie die spätere Pflege und Betreuung der Grotte und deren Umfeld übernehmen die Ehrenamtlichen. Die moderne Mariengrotte ist frei zugänglich und steht der Öffentlichkeit als ein Ort der Begegnung und Besinnung sowie zum gemeinsamen Gespräch und Austausch offen.

Die Schützengilde Trubachtal startet derzeit eine Initiative zur nachhaltigen Sicherung der Nachwuchs- und Jugendarbeit . Ziel ist, in Obertrubach attraktive Angebote für Jugendliche zu entwickeln und zu etablieren, die aktuell in der Region „Obere Fränkische Schweiz“ noch nicht angeboten werden. Hierfür soll eine Fallscheibenanlage speziell für die Jugendarbeit angeschafft werden. Diese ist Voraussetzung, um für Jugendliche entsprechende Trainings- und Wettbewerbsangebote zu unterbreiten. Damit wird es ermöglicht, die Jugend vor Ort zu halten und zudem umweltschädliche lange Autofahrten nach Forchheim zu vermeiden. Die Anlage würde im Zuge der Kooperation mit umliegenden Vereinen auch diesen zur Verfügung gestellt und soll deren Nachwuchsarbeit unterstützen.

Für Senioren in Ebermannstadt, die nicht mehr uneingeschränkt mobil sein können, hat die Seniorenvertretung 55plus Ebermannstadt eine Pedelec-Rikscha angeschafft. Mit dieser Rikscha können die Senioren und Seniorinnen bis ins hohe Alter ihre Freizeit wieder attraktiver gestalten und aktiv am gesellschaftlichen Leben teilhaben. Generationsübergreifend werden Brücken zwischen Jung (den ehrenamtlichen Rikschafahrern) und Alt (den Fahrgästen) geschlagen und Vorurteile abgebaut. Damit die Rikscha zum einen immer einsatzbereit ist und zum anderen diebstahlsicher aufbewahrt werden kann und für alle eingewiesenen und berechtigten Fahrer zugriffsfähig ist, wird eine Einstellmöglichkeit mit Elektroanschluss für die Rikscha benötigt. red