Sven Bachmann aus Sassendorf, Gemeinde Zapfendorf im Landkreis Bamberg, geht für die oberfränkische FDP als Spitzenkandidat in die Bundestagswahl . " Oberfranken muss eine starke FDP- Region werden", stellte sich Bachmann am virtuellen Bezirksparteitag der FDP Oberfranken vor.

Der 46 Jahre alte Industriemeister setzte sich gegen den bisherigen Bundestagsabgeordneten Thomas Hacker aus Bayreuth in einer Stichwahl knapp mit 17:16 Stimmen durch. Auf den weiteren Plätzen folgen Claus Ehrhardt (Kulmbach), Thomas Hacker (Bayreuth) Gabriel Wölfel (Wunsiedel) und Jens-Uwe Peter (Coburg). Die Reihung der oberfränkischen Bundestagskandidaten ist die Grundlage für die Reihung der landesweiten Liste. Die FDP-Landesvertreterversammlung findet am 24. April statt. Bachmann arbeitet beim Automobilzulieferer Robert Bosch in Bamberg. Als Führungskraft, Coach und ausgebildeter Problemlösungsexperte wisse Bachmann laut Pressemitteilung der FDP , wie man Themen anpacke und ins Ziel bringe.

In seiner Rede unterstrich Bachmann die Notwendigkeit einer liberalen Struktur in der Regierung. "Wir können unsere Klimaziele nur dann erreichen, wenn wir endlich eine faire, zielführende Debatte führen und keine ideologischen Verbote zulassen. Technologieoffenheit wird der Schlüssel einer erfolgreichen Energiepolitik sein - in der Mobilität, aber auch in der Herstellung und Speicherung von klimaneutralen Energien."

Zum Thema Bildung und Digitalisierung erläuterte er: "Unsere Lehrkräfte müssen auch im Bereich Digitalisierung gut ausgebildet sein. Es nütze nichts, die Schulen jetzt zügig zu digitalisieren, wenn wir dabei die digitale Kompetenz der Lehrkräfte außer Acht lassen. Wir müssen jetzt schon an morgen denken, um nicht den Bildungsanschluss zu verlieren."

In Sachen Pflege und Gesundheit sei das Gebot, umfassender zu gestalten: "Denn Corona hat gezeigt, wie marode unser System ist. Momentan hält das alles nur noch durch einen sehr hohen Einsatz unserer Pflege- und Gesundheitskräfte zusammen." Bachmann fordert eine schnelle Unterstützung durch mehr Pflegekräfte und eine angemessene Bezahlung. Denn nur durch Applaus werde sich nichts verbessern. red