Es sieht schon traurig aus, wie das Familienbad in Streitberg daliegt, mit dem Bauzaun um das leere Becken. Nicht zuletzt der strenge Frost im Winter hat dem Becken so zugesetzt, dass im Frühjahr eine Notrenovierung nach der Begehung verworfen wurde. Dafür geht es mit den Generalsanierungsplänen der drei Freibäder von Egloffstein, Gräfenberg und der Gemeinde Wiesenttal voran.

Die Förderstelle für die Bundesmittel hat erst vor einigen Tagen mitgeteilt, dass die drei Bäder einen erhöhten Förderbedarf haben und damit eine höhere Förderquote verdienen. Ein förmlicher Förderbescheid ist allerdings noch nicht eingetroffen. „Wir haben die Weichen in die richtige Richtung gestellt“, war sich Bürgermeister Marco Trautner ( CSU /FWW) im Marktgemeinderat sicher.

Für die Vergabe der Planungsleistungen für die drei Bäder muss ein VGV-Verfahren (Vergabeverordnung) durchgeführt werden. In das Wertungsgremium entsendet Wiesenttal die drei Bürgermeister und als Ersatz das dienstälteste Ratsmitglied.

Eine gute Botschaft gibt es auch zum geplanten Ausbau der Ortsverbindungsstraße Oberfellendorf – Albertshof. Für das Vorhaben ist eine Förderung (um die 70 Prozent) möglich, sagte die Bezirksregierung zu, weil die Finanzkraft Wiesenttals inzwischen so stabil ist, dass sie den Eigenanteil „haushaltstechnisch schultern“ (Trautner) kann. Man will das Projekt auf mehrere Haushaltsjahre verteilen.

Helmut Hofmann (Gruppierung Zu-Ju) warb für eine schnelle Entscheidung, denn Fördersätze würden nicht besser. Zudem könnten die Haushaltsreste von 2019 und 2020 dafür verwendet werden. Auch Konrad Rosenzweig ( CSU ) hielt es für richtig, die Verpflichtung der öffentlichen Hand dafür in Anspruch zu nehmen: „Wir haben 55 Straßenkilometer bei 2284 Einwohnern, das stemmen wir nicht alleine.“ Der Markt wird für die Grundlagenermittlung wie Verkehrszahlen, Baugrunduntersuchungen und auch die Einbindung der Wasserleitungstrasse Angebote von Ingenieurbüros einholen und das Vorhaben beim Förderprogramm anmelden, beschloss der Rat einstimmig.