Was in nur vier Stunden entstehen kann, wenn eine ganze Gemeinde an einem Strang zieht, hat Pinzberg eindrucksvoll bewiesen. Bei der „Dorfheldentour“ des Bayernwerks verwandelten mehr als 500 Bürgerinnen und Bürger das Dorf in eine beeindruckende Welt von Asterix und Obelix – und gewannen damit die „Dorfhelden“-Wette.
Die Aufgabe hatte es in sich: Innerhalb von vier Stunden sollte Pinzberg zahlreiche Szenen aus den berühmten Comics zum Leben erwecken. Gefordert waren unter anderem ein gallisches Dorf mit Druidenhütte, Zaubertrank und Wildschweinen, der Olymp mit Zeus und seinen Göttern, der Palast von Cäsar samt Römern sowie die Pyramiden von Gizeh mit Sphinx und Kleopatra .
Dass Pinzberg die Wette gewinnen konnte, war vor allem dem außergewöhnlichen Einsatz vieler Beteiligter zu verdanken. Erst am Tag vor der Veranstaltung erhielt die Gemeinde den Hinweis auf einen möglichen „Zaubertrank“. Innerhalb weniger Stunden entstand daraus die Idee, Pinzberg in die Welt von Asterix und Obelix zu verwandeln.
Besonders die Grundschulkinder, die Vorschulkinder des Kindergartens, die Lehrkräfte, das Kindergartenpersonal sowie die Mitarbeiter des gemeindlichen Bauhofs legten sich mächtig ins Zeug. Mit Kreativität, Tatkraft und Begeisterung entstanden Dekorationen, Kulissen und zahlreiche liebevolle Details, die die Aktion zu einem vollen Erfolg machten. Das Ergebnis war ein beeindruckendes Gemeinschaftswerk.
Am Aktionstag selbst verwandelte sich das Sportgelände des DJK-TSV Pinzberg in eine große Freiluftbühne, auf der die verschiedenen Themenwelten entstanden. Ein besonderes Highlight war die Bürgermeisterinnen-Aufgabe. Elisabeth Simmerlein übernahm die Rolle des Obelix und stürzte sich in den Zaubertrankkessel. Unterstützung erhielt sie dabei von Hausens Bürgermeister Bernd Ruppert, der kurzfristig als Asterix einsprang und die Gemeinde Pinzberg unterstützte. Die beiden sorgten gemeinsam für viel Applaus und zahlreiche Erinnerungsfotos.
Die Wettaufgabe verlangte den Nachweis von mehr als 500 Figuren aus der Welt von Asterix und Obelix . Dabei bewiesen die Pinzbergerinnen und Pinzberger außergewöhnliche Kreativität. Neben zahlreichen verkleideten Teilnehmern wurden auch Puppen, Playmobilfiguren und selbst gestaltete Figuren in Gallier, Römer , Ägypter, Götter und weitere Comiccharaktere verwandelt. Mit viel Liebe zum Detail entstand so eine beeindruckende Kulisse, die die geforderte Anzahl deutlich übertraf und schließlich auch die Jury überzeugte.
Der Einsatz wurde belohnt: Pinzberg gewann die Wette und damit das Preisgeld in Höhe von 3000 Euro. Das Geld soll für Fest- und Veranstaltungsequipment verwendet werden und damit langfristig den örtlichen Vereinen und dem Ehrenamt zugutekommen.