Zum Bericht "Stoppt Bürgerbegehren Solarpark?" vom 20. Februar hat uns eine Stellungnahme von Helmut Pfefferle, Vorsitzender des Vereins für den Schutz des Naturparks Fränkische Schweiz, erreicht.

Er meint: "Wenn sie den Begriff , Naturpark Fränkische Schweiz' für ihre Werbewebseiten brauchen, da sind sie alle da, wenn es aber gilt, die damit verbundenen Pflichten einzuhalten, tauchen alle ab und sind nicht mehr zu finden. Dabei hätten es die Bürgermeister und Kreisverantwortlichen doch so einfach: Sie müssten nur die Gesetzestexte lesen und einhalten." So stehe in der Verordnung über den Naturpark Fränkische Schweiz im Absatz " Schutzzweck " explizit, dass "erhebliche oder nachhaltige Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft zu verhindern" und die "Vielfalt, Eigenart und Schönheit des für die nördliche Frankenalb typischen Landschaftsbilds zu bewahren" seien. Auch im bayerischen Naturschutzgesetz , Artikel "Naturparke", seien primär die umweltverträglichen Erholungsformen und die Erhaltung der "Landschaft und ihrer Arten- und Biotopvielfalt" beschrieben.

Pfefferle resümiert: "Wie verhöhnend wirken da geradezu die Pläne, Flächen einzuzäunen, Mensch und Wildtiere auszusperren. Die dunklen Metallglaszellen einer Photovoltaikanlage erzeugen Hitzeglocken und zerstören damit die Landschaft und Artenvielfalt für eine fragwürdige und tageszeitabhängige Energieerzeugung. Natürlich plant man so was auf dem Dorf, nicht dort, wo die großen Stromverbraucher sitzen. Nein, allein mit dem Finger auf die Bürgermeister zu zeigen, wäre zu einfach. Viele sind jung und neu im Amt, da kann ein gewachsenes Bewusstsein für Umwelt und Lebensraum noch nicht in dem Maß vorhanden sein wie bei den Menschen aus den vielen Vereinen, die sich Jahrzehnte um dieses für Mensch und Natur wichtige Kleinod kümmern. Es kann auch nicht angehen, durch einen Gemeinderatsbeschluss Ausnahmen zu schaffen - Gesetze sind da, um als helfende Leitlinie auch für Entscheidungsträger zu dienen. Hier sollten die Aufsichtsbehörden ihre Namen wörtlich nehmen. Wenn jede Gemeinde eigenes Vorgehen gegen bestehende Gesetze einfach beschließen kann, haben wir das Finale eines Sozialstaates erreicht. Späte Reue werden uns die Natur und die betroffenen Menschen nicht abnehmen." red