Seit 250 Jahren ist die Minderleinsmühle (Gemeinde Kalchreuth ) an der Grenze zwischen den Landkreisen Erlangen-Höchstadt und Forchheim im Besitz der Familie Hubmann. Was heute als Hersteller von Bio-Lebensmitteln bekannt ist, begann einst als klassische Mühle an der Schwabach. Gefeiert wird das Jubiläum mit einem großen Mühlenfest am Pfingstsamstag, 23. Mai, von 10 bis 18 Uhr auf dem Gelände der Minderleinsmühle zwischen Neunkirchen am Brand und Kalchreuth .
Die Besucher erwartet ein Programm mit Führungen durch die Produktion, regionalen Spezialitäten, Foodtrucks, Livemusik sowie Brot aus dem Holzofen. Auch der Mühlenladen ist geöffnet.
Ein Highlight soll zudem die Eröffnung des neuen Scheunenmuseums werden, das mit historischen Bildern, Ausstellungsstücken und persönlichen Geschichten die lange Geschichte der Mühlen an der Schwabach lebendig werden lässt.
Die Minderleinsmühle entwickelte sich über Generationen hinweg zu einem Unternehmen, das laut Pressemitteilung Tradition, Innovationsgeist und Verantwortung miteinander verbindet. Die Wurzeln reichen noch weiter zurück: Bereits um das Jahr 1300 wurde die Mühle erstmals urkundlich erwähnt.
Wie viele Mühlen der Region gehörte sie einst zum Reichsamt Heroldsberg und war eine von bis zu 27 Mühlen entlang der Schwabach. Über die Jahrhunderte hinweg prägten Kriege, Zerstörung und Wiederaufbau ihre Geschichte. Im Ersten Markgrafenkrieg wurde die damalige „Wüstenmühle“ verwüstet, später im Dreißigjährigen Krieg erneut zerstört. Erst mit dem Wiederaufbau durch die Familie Minderlein erhielt die Mühle ihren bis heute bekannten Namen. Ein entscheidender Wendepunkt folgte im Jahr 1776: Johann Georg Hubmann und seine Ehefrau Kunigunda von der benachbarten Sendelmühle erwarben die Minderleinsmühle.
Damit begann die bis heute andauernde Geschichte der Mühle im Besitz der Familie Hubmann. „Wir sind dankbar, dass die Minderleinsmühle seit 250 Jahren von unserer Familie geführt werden darf und über Generationen hinweg Beständigkeit lebt“, sagt Inhaber Andreas Hubmann.
Schon früh habe sich der Innovationsgeist der Familie gezeigt. Im 19. Jahrhundert brachte Johann Hubmann von seiner Wanderschaft moderne Mahltechniken aus Ungarn mit und baute die Mühle 1885 zur sogenannten Kunstmühle um. Nach einem großen Brand 1910 wurde die Mühle wieder aufgebaut und erhielt ihr bis heute prägendes Erscheinungsbild. Eine grundlegende Neuausrichtung erfolgte in den 1980er Jahren. Die Minderleinsmühle entwickelte sich vom klassischen Mehllieferanten zu einem Naturkost- und Bio-Pionier. red