Vor rund zweieinhalb Jahren hat das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Bamberg zusammen mit der Gemeinde Hallerndorf die Streuobstwiese im Ortsteil Schlammersdorf angelegt. Und sie wächst und gedeiht nicht nur prächtig – sie ist als regelmäßiger Anlaufpunkt bei Jung und Alt beliebt. Das war das Ergebnis eines Ortstermins, zu dem das AELF eingeladen hat.

Der Streuobstanbau hat in Oberfranken eine jahrhundertealte Tradition und eine enorme Bedeutung für die Kulturlandschaft und für die Artenvielfalt . Allein im Landkreis Forchheim fördert das AELF im Rahmen des Kulturlandschaftsprogramms 505 Hektar Streuobstbestände. Landwirtschaftsdirektor Konrad Schrottenloher, Bereichsleiter Landwirtschaft am AELF Bamberg: „Wir leben in einem wahren Streuobst-Schlaraffenland. Nirgendwo, außer noch in Unterfranken, gibt es so viel Streuobst wie in Oberfranken. Dies gilt es zu erhalten, und wir versuchen dem Streuobstverschwinden entgegenzuwirken."

Bestes Beispiel ist die Streuobstwiese in Schlammersdorf . Die Schlammersdorfer haben ihre Streuobstwiese zu einem zentralen Treffpunkt in ihrem Ort gemacht. Vor allem die Kinder aus der Grundschule und dem Kindergarten „Trailsdorfer Wiesenwichtel“ kommen regelmäßig: Sie haben direkten Kontakt zur Natur, erleben die Jahreszeitenwechsel und kümmern sich mit Begeisterung um die Obstbäume.

Ihr Wissen konnten die Kinder beim Ortstermin noch vertiefen: Mit dem Aktionsrucksack Biodiversität des AELF lernten sie spielerisch wichtige Fakten über die Umwelt. Der Rucksack kann von Kitas und Grundschulen beim Amt ausgeliehen werden. Zur Belohnung gab es dann noch Apfelsaft, frisches Obst und Honigbrote mit frischem Holzofenbrot vom Betrieb Lieberth aus Rothensand und Honig vom Imkereinverein Hallerndorf. red