Im Berggasthof Hötzelein wurden am Montag die „G’scheitguten Kirschwochen“ feierlich eröffnet. Rund 30 Gäste waren der Einladung des G’scheitgut-Vereins zu einem Nachmittag rund um kreative Kirschengerichte gefolgt.

Als Ehrengast eröffnete Kirschenkönigin „Rebecca I.“ aus Langensendelbach die Kirschwochen. Zehn Gastronomen aus dem G’scheitgut-Verein für regionale Esskultur hatten fruchtig-kreative Rezepte rund um die Kirsche entwickelt, die es im Wintergarten des Berggasthofes Hötzeleins trotz Ruhetag zu probieren galt. Angesichts der acht Gänge war diese eine kulinarische Herausforderung.

Landrat Hermann Ulm lobte das nunmehr zwölfjährige „G’scheitgute“ Engagement der Gastronomen , die sich mit besonderen Aktionen wie einer Gala oder den beliebten G’scheitgut-Wanderungen längst einen Namen gemacht hätten.

Die Vorsitzende des Vereins, Corinna Brauer, erinnerte daran, dass die Fränkische Schweiz das Land der Kirschen sei – mit 200 000 Kirschbäumen auf 25 Quadratkilometern sei sie außerdem das größte zusammenhängende Süßkirschenanbaugebiet Europas. Süßkirschen wachsen vor allem in Baden-Württemberg und Bayern. „Warum“, so fragte sie sich, „haben wir die Kirsche den Schwarzwäldern überlassen?“

Rezepte können probiert werden

Der Nachmittag sollte ein klares kulinarisches Bekenntnis zur fränkischen Kirsche werden. In den nächsten Wochen sind die Rezepte in den G’scheitgut-Gasthöfen zu probieren.

Begleitet werden die kulinarischen Wochen durch eine witzige Bierfilzkampagne, die nicht nur zum Sammeln, sondern auch zum Mitmachen einlädt. Der Slogan „Heute schon gut Kirschen gegessen?“ führt mit einem QR-Code direkt auf die Landingpage des G’scheitgut-Vereins, auf der viele Infos zu den Kirschen enthalten sind: Wo kann ich Kirschen kaufen, was macht der Klimawandel mit unseren fränkischen Kirschen und was macht eigentlich eine Kirschenkönigin? Wer den Kirschen noch intensiver auf die Spur kommen will, der findet im Genussmagazin der Tourismuszentrale viele Ausflugsideen.

Wer sich über die aktuelle Auswahl der fruchtigen Gerichte in den G’scheitgut-Gasthöfen informieren will, der schaut auf der Webseite www.Gscheitgut.de/kirschenhtml nach. Die nächsten Termine sind die G’scheitgut-Streuobstwochen im September sowie die Fischwochen im kommenden Februar.

Was der Verein bezweckt

„G’scheitgut-Franken isst besser“ ist ein Verein zu Förderung der regionalen Esskultur . Er möchte Erzeuger, Gastwirte und Verbraucher miteinander vernetzen, um mit frischen saisonalen Produkten, traditionellen oder kreativen Gerichten sowie einem bewussten Konsumverhalten zur fränkischen Esskultur beizutragen. Alle 16 Gastwirte sind der regionalen Küche verpflichtet, kochen saisonal frisch ohne Geschmacksverstärker und führen darüber hinaus auch regionale Säfte, Biere und Liköre auf der Speisekarte . Weitere Gasthöfe sind stets willkommen, sich am G’scheitgut-Verein und den kulinarischen Wochen zu beteiligen. Informationen gibt es unter www.Gscheitgut.de. red