Die Lastwagen des Logistikunternehmens mit Sitz in Forchheim mussten nicht weit fahren, als sie ein über sieben Tonnen schweres Gerät zum Klinikum Forchheim-Fränkische Schweiz transportierten und in die Radiologie wuchteten. Es ist der Drei-Tesla-Magnetresonanztomograf "Magnetom Vida" der Firma Siemens Healthineers , hergestellt in Erlangen, der ein älteres Gerät ersetzt.

Der Aufsichtsratsvorsitzende der Klinikum Forchheim-Fränkische Schweiz gGmbH, Oberbürgermeister Uwe Kirschstein ( SPD ), und Landrat Hermann Ulm ( CSU ) ließen sich vom Chefarzt der Radiologie , Hannes Seuß, die Eigenschaften dieses Neuzugangs erläutern. Die Funktionsweise demonstrierte der Radiologe an einer Wassermelone. Hannes Seuß sagt: "Es ist keine Revolution der Bildgebung, sondern eine Evolution, der nächste große Schritt. Das Magnetfeld ist homogener, die Gradienten stärker und die Sequenzen vielfältiger. Dadurch entstehen aussagekräftigere Bilder und bessere Diagnosen."

Uwe Kirschstein , der vor seiner Zeit als Oberbürgermeister selbst als Entwickler und Softwareingenieur bei Siemens Health­ineers tätig war, freute sich über die Nähe zu den Produkten aus seiner früheren Wirkungsstätte. "Ich freue mich, dass wir mit diesem innovativen Gerät eine der modernsten Radiologien Deutschlands für unser Klinikum schaffen konnten", sagte Landrat Hermann Ulm .

Die Magnetresonanztomografie, auch unter dem Namen Kernspintomografie bekannt, arbeitet ohne Röntgenstrahlen. Das MRT-System besteht aus einem großen Magneten, einer Antenne , die Radiowellen sendet und empfängt, und einem Computer , der die Signale in Bilder umwandelt und am Monitor darstellt. Die Auflösung dieser Bilder ist bei modernen Magnetresonanztomografen so hoch, dass selbst Stoffwechselvorgänge im Gehirn und in anderen Organen sehr präzise untersucht werden können.

Laut Hersteller setzt in der personalisierten MR-Bildgebung das System "Magnetom Vida" neue Maßstäbe: Es verfüge über einen besonders leistungsstarken und effizienten Magneten mit einem intuitiven Bedienkonzept, das Hard- und Software zum Vorteil von Patient und Nutzer geschickt vereine. So könne der Patient durch die integrierte Bedienoberfläche mit nur einem Klick positioniert werden, und durch die Unterstützung des mobilen Tisches könnten auch adipöse Patienten mühelos zum Scanner transportiert werden. Die großen Volumina des "Magnetom Vida" würden durch fließende und sanfte Formen optisch verkleinert. Angenehmes Licht beleuchte die Front sowie die Magnetöffnung und verbessere so die Patientenerfahrung. red