Kurz vor der Bundestagswahl fordert der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) mit einem bundesweiten Pendleraktionstag eine starke gesetzliche Rente . An über 200 Orten in ganz Deutschland informierten Gewerkschafter Beschäftige an Bahnhöfen und zentralen Plätzen unter dem Motto „Echt gerecht: Die gesetzliche Rente stärken!“ In Forchheim war der DGB-Kreisverband nach eigenen Angaben am Bahnhof.

„Wer sein Leben lang gearbeitet hat, der muss im Alter auch gut von der Rente leben können“, erklärt Mathias Eckardt, DGB-Regionsgeschäftsführer in Oberfranken. „Diese Leistungszusage war und ist ein zentrales Sicherheitsversprechen unseres Sozialstaats und enorm wichtig für seine Legitimation und Akzeptanz bei den arbeitenden Menschen. Zu diesem Versprechen gehört aber auch, dass die Menschen eine realistische Chance haben, überhaupt das Rentenalter zu erreichen. Deswegen darf in einer älter werdenden Gesellschaft nicht einfach das Rentenalter hoch- und das Rentenniveau runtergeschraubt werden. Unsere Forderung bleibt: Die nächste Koalition muss die gesetzliche Rente stärken. Das Rentenniveau muss dauerhaft stabilisiert und perspektivisch wieder erhöht werden, gerade auch über das Jahr 2025 hinaus“, so Eckardt.

Deutlich sprach sich der Gewerkschafter gegen ein steigendes Rentenalter aus. „Länger arbeiten, weniger und kürzer Rente beziehen – die Zeche dafür zahlt insbesondere die heute junge Generation; das ist eine himmelschreiende Ungerechtigkeit.“

Die Frage sei nicht, ob sich die Menschen eine gute Altersvorsorge leisten könnten, sondern wer sie bezahle. Die Antwort des DGB und seiner Mitgliedsgewerkschaften darauf laute: mehr Solidarität. „Wir brauchen eine Weiterentwicklung der gesetzlichen Rente hin zu einer umfassenden Erwerbstätigenversicherung. Wir brauchen mehr Menschen in Arbeit, die unter den Schutz von Tarifverträgen fallen und anständige Löhne bekommen, denn dem Niedriglohn folgt unmittelbar die Armutsrente. Gute Arbeit, gute Tariflöhne , gute Rente . Das Versprechen, Menschen im Alter nicht vom Wohlstand abzukoppeln, muss weiter gelten“, fordert Eckardt. red