Die Pandemie bekommen Bedürftige besonders zu spüren. Es ist schwerer, an Lebensmittel zu kommen. Dennoch konnte seit Beginn der Corona-Krise eine komplette Schließung des ökumenischen Sozialladens vermieden werden, wie die Caritas mitteilte. Es kauften allerdings weniger Kunden ein als vor der Pandemie.

Ein neuerer Bestandteil des Ladenangebotes ist das Liefern von Essenspaketen mit Grundnahrungsmitteln, die auf Wunsch der Kunden individuell angepasst werden. Da es eine große Zahl an Kunden gibt, die nicht mehr mobil sind und seit Beginn der Pandemie gar nicht mehr kamen, will das Ladenteam diesen Service ausbauen, kündigt die Caritas an.

Eine Schwierigkeit im Pandemiejahr 2021 war die Wartezeit für Kunden vor dem Laden. Eine starke Begrenzung der Personenzahl im Laden und das oft viel zu frühe Erscheinen der Kundschaft sorgten in letzter Zeit für lange Schlangen und Ansammlungen vor dem Laden. Gerade im Winter, wenn diese im Kalten warten müssen, sorgt dies für Unzufriedenheit.

Im Jahr 2022 soll die Qualität für alle Beteiligten, das heißt Kunden , Ehrenamtliche und Spender, verbessert und das gesellschaftliche Bewusstsein für Armut mit Hilfe von Projekten sensibilisiert werden. Mit einer neu geschaffenen Stelle der Allgemeinen Sozialen Beratungsstelle für einen Sozialarbeiter wird ein Beratungsangebot für die rund 1000 Kunden direkt im Sozialladen eingerichtet. „Im Laden erhalten Menschen mit geringem Einkommen akzeptierbare, verlässliche und qualifizierte Hilfestellungen“, versichert die Caritas .

Im Laden kaufen Menschen mit geringem Einkommen ein. Nach einer Prüfung der Bedürftigkeit wird eine Einkaufskarte ausgestellt, die zum Einkauf im Sozialladen berechtigt.

Für 2022 ist eine Sanierung des Ladens geplant, um weiterhin einen ansprechenden Rahmen für einen freundlichen Begegnungs- und Verständigungsort für Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen zu gewährleisten. Hierfür hat die Josephstiftung bereits Pläne erstellt, welche mit den Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen abgestimmt werden.

Der Laden muss im Jahr 2021 pandemiebedingt mit einem Defizit von rund 20 000 Euro rechnen. Für Unterstützung sind die Verantwortlichen für den ökumenischen Sozialladen, das Kuratorium von 17 katholischen und evangelischen Organisationen, dankbar. Spenden helfen beim Ladenbetrieb.

Spendenkonto: Sozialladen Forchheim , IBAN: DE 48 7635 1040 0000 0765 05, BIC: BYLADEM1FOR. red